
Sperre aufgehoben: Elversberg-Trainer Vincent Wagner gegen Bayern München doch dabei
Das DFB-Sportgericht dem erneuten Einspruch der SV Elversberg zur Sperre von Vincent Wagner gegen seine Gelb-Rote Karte aus dem Bundesliga-Spiel bei Borussia Mönchengladbach stattgegeben.
Das wohl größte Ligaspiel der SV Elversberg steigt jetzt doch mit dem eigenen Cheftrainer an der Seitenlinie: Der Aufsteiger wird am Sonntag im Heimspiel gegen den FC Bayern München von Vincent Wagner angeleitet.
Wagner hatte beim Bundesliga-Spiel der SV Elversberg bei Borussia Mönchengladbach zunächst in der 45. Minute wegen unerlaubten Betretens des Spielfelds die Gelbe Karte gesehen. Unmittelbar nach dem Halbzeitpfiff verwarnte ihn Schiedsrichter Petersen wegen unsportlichen Verhaltens ein zweites Mal und verwies ihn mit Gelb-Rot aus dem Innenraum. Damit ist automatisch eine Sperre für ein Meisterschaftsspiel verbunden.
Gegen diese Sperre hatte Wagner insgesamt zweimal Einspruch eingelegt. Am Freitag folgte das schlussendlich bindende Urteil des DFB.

Verein legt Einspruch gegen das Urteil ein
Das Sportgericht nun stellte einen offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters im Sinne von § 11 Nr. 3 der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung fest. Die automatische Sperre nach der Gelb-Roten Karte wird daher aufgehoben.
Stephan Oberholz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, sagte zur Urteilsbegründung: "Im Rahmen der mündlichen Verhandlung hat Schiedsrichter Petersen erstmals ausgeführt, dass seine Wahrnehmung falsch war und dass er den Sachverhalt nicht richtig eingeordnet hat. Wir mussten die Frage beantworten, ob dieser Irrtum offensichtlich war. Nach Ansicht neuer Bildaufnahmen aus dem Scoutingfeed sind wir davon überzeugt, dass Trainer Wagner den Platz erkennbar ausschließlich zur Einwirkung auf seine Spieler betreten hat und sich dabei nicht in Richtung Schiedsrichter orientierte. Vor diesem Hintergrund konnte ausnahmsweise von der automatischen Sperre abgesehen werden."
Quelle: DFB

