Hamburg - Der HSV könnte vor einer Saisonpremiere stehen: Zum ersten Mal in dieser Spielzeit könnte Armin Veh zum zweiten Mal in Folge dieselbe Startelf ins Rennen schicken.

Könnte. Denn wie schon in den vergangenen Wochen sind dem Übungsleiter die Hände gebunden, wenn es um die Einsatzfähigkeit seiner Spieler geht. In elf Partien war Veh bislang fast immer dazu gezwungen, aufgrund von Verletzungen mindestens auf einer Position zu wechseln.

Adduktoren-Probleme

"In diesen Fällen ist es schwer, Konstanz zu entwickeln", sagte der Trainer in der Pressekonferenz am Mittwoch. Doch die ist im hohen Maße entscheidend für den Erfolg. Und umgekehrt: "Bei Erfolg bekommst du eine Konstante rein. Dann hast du auch keinen Grund zu wechseln", erklärte Veh.

Nach dem 2:1-Heimsieg gegen Hoffenheim hätte es nun zum ersten Mal die Chance gegeben, derselben Startelf erneut das Vertrauen auszusprechen. Dies hätte Veh auch getan. Doch der Wackelkandidat ist in diesem Fall ausgerechnet einer, der in den letzten Spielen überzeugt hat: Jonathan Pitroipa. Der Dribbelkönig aus Burkina Faso plagt sich immer noch mit den Adduktoren-Problemen herum, die ihn schon zur Auswechslung gegen die TSG zwangen.

Am Mittwoch konnte Pitroipa noch immer nicht mit der Mannschaft trainieren. Nun läuft die Zeit davon. "Wird er rechtzeitig fit, wird er auch spielen", gab Veh bereits bekannt. Und wenn nicht? Dann wird der Trainer aller Voraussicht nach wieder umstellen müssen. Alternativen würden in diesem Falle sowohl die offensiven Kräfte Heung Min Son und Maxim Choupo-Moting, als auch die defensivere Varianten Tomas Rincon oder Robert Tesche darstellen. Bei Letzteren würde Veh sogar zu einer erneuten Systemumstellung tendieren.