München - Neuzugang Stefan Thesker hat bei 1899 Hoffenheim gleich im ersten Training ordentlich einstecken müssen. Denn der 20-Jährige bekam unfreiwillig die Hand von Sven Schipplock ins Gesicht und trug ein dickes Auge davon.

Für Thesker, der Anfang Januar vom FC Twente Enschede nach Hoffenheim wechselte, die erste Härteprobe für den bevorstehenden Bundesliga-Alltag. Was sicherlich kein Nachteil ist, denn am 18. Spieltag könnte der Innenverteidiger aufgrund der Ausfälle von Marvin Compper (Sperre) und Isaac Vorsah (Afrika-Cup) gegen Hannover bereits zu seinem ersten Einsatz kommen.

Mit 14 ins Ausland

Kein Problem für den jungen Deutschen, der am 11. April 21 Jahre alt wird. "Ich bin nicht hergekommen, um auf der Bank zu sitzen. Ich bin hergekommen, um zu spielen", erklärte Thesker gegenüber der "Rhein-Neckar-Zeitung".

Der in Ahaus geborene Abwehrspieler begann seine fußballerische Laufbahn beim TuS Wüllen bevor es zum FC Schalke 04 ging. Bereits mit 14 Jahren wagte Thesker den Schritt ins Ausland, wechselte zum nahegelegenen Twente Enschede in die Niederlande und durchlief dort die weiteren Junioren-Klassen.

Erste Profispiele in der 2. Liga

In der Profi-Mannschaft von Twente kam Thesker nicht zum Einsatz, die Niederländer liehen ihn in der vergangenen Rückrunde an Fortuna Sittard aus, wo der Innenverteidiger 15 Spiele in der zweiten Liga absolvierte. Der endgültige Durchbruch soll ihm nun in Hoffenheim gelingen.

"Es war mein großer Wunsch, wieder nach Deutschland zu wechseln, und ich freue mich darauf, hier den nächsten Schritt in meiner Karriere machen zu können", meinte der 1,90 Meter große Thesker, der bei 1899 die Rückennummer 4 tragen wird.

Zeit für Umstellung?

"Stefan ist ein entwicklungsfähiger deutscher Nachwuchsspieler aus einer der besten Schulen Hollands, der seine Ausbildung bei uns fortsetzen wird", lobte Manager Ernst Tanner den Neuzugang: "Ich bin überzeugt von seinen Qualitäten."

Trainer Holger Stanislawski freut sich über die Verstärkung: "Mit Stefan Thesker schließt sich uns ein weiterer talentierter Spieler mit viel Potenzial an, den wir hier ganz in Ruhe aufbauen können."

Auch Thesker hatte diese Eingewöhnungszeit eigentlich im Sinn: "Ich gebe mir Zeit, weil es eine Umgewöhnung vom holländischen zum deutschen Fußball ist, hier ist alles viel körperlicher." Aufgrund der Ausfälle in der Defensive könnte die Ruhe für Thesker aber schon am 21. Januar gegen Hannover vorbei sein.

Jessica Pulter

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