München - Hannover 96 hadert mit der Niederlage im Nord-Duell gegen Bremen. Mit einem imposanten 7:1-Sieg gegen Hoffenheim meldet sich dagegen der FC Bayern eindrucksvoll zurück, während der BVB in Augsburg Federn lässt. Auch Gladbach lässt gegen Freiburg Punkte liegen, Köln feiert einen wichtigen Sieg gegen Hertha BSC. bundesliga.de hat die Trainerstimmen zum 25. Spieltag.

FC Schalke 04 - Hamburger SV 3:1 (3:1)

Trainer Huub Stevens (Schalke 04): Der HSV hat besser gespielt als wir, aber wir haben die Chancen genutzt. Letztendlich muss man zufrieden sein, wenn man nach einer schwierigen Woche 3:1 gewinnt. Sieben Punkte auf Platz fünf sind viel, aber auch wenig. Es ist eine gute Momentaufnahme für uns, aber wir haben noch neun Endspiele für uns.

Trainer Thorsten Fink (Hamburger SV): Besser waren wir nicht. Besser ist die Mannschaft, die die Chancen effektiv nutzt, und das war Schalke. Es kann nicht sein, dass wir so verteidigen wie bei den Gegentoren. Die Punkte gegen Schalke haben wir nicht eingerechnet, wir müssen zusehen, dass wir zu Hause gegen Freiburg gewinnen.


SV Werder Bremen - Hannover 96 3:0 (1:0)

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan. Da haben wir Glück gehabt, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. In der zweiten Halbzeit haben wir dann besser umsetzen können, was wir uns eigentlich schon am Anfang vorgenommen haben. Wir hatten heute auch die Effektivität in den Chancen, die uns in den letzten Spielen gefehlt hat.

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): Mir fällt ein und auf, dass Werder Bremen in seiner Chancenverwertung sehr effektiv ist. Wir haben klare Chancen zur Führung gehabt. Ich habe schon befürchtet, dass eine Chance von Pizarro ausreicht, und so ist es dann auch gekommen. Was er macht, ist schon internationale Klasse. Wir kassieren im Moment einfach viel zu viele Tore. So geht es nicht.


FC Augsburg - Borussia Dortmund 0:0

Trainer Jos Luhukay (FC Augsburg): Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Man hat uns vor dem Spiel wenig zugetraut. Wir hatten eine starke Defensive und haben auch gut umgeschaltet. Wir haben ein insgesamt sehr gutes Spiel gemacht. Jeder Punkt ist wichtig für uns. Am Ende muss man sehen, ob man genügend Punkte zusammen hat, um die Klasse zu halten.

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Wir mussten heute
viel arbeiten, und mit Glück hätten wir sogar noch einen reingemacht. Für das Spiel heute haben wir jedoch nicht mehr verdient als einen Punkt. Augsburg hat leidenschaftlich gekämpft. Wir haben 19-mal in Folge nicht verloren, dieses Spiel hat gezeigt, warum so etwas nicht vielen Mannschaften gelingt.


FC Bayern München - 1899 Hoffenheim 7:1

Trainer Jupp Heynckes (Bayern München): Der Unterschied zu Leverkusen war, dass wir heute über 90 Minuten gut gespielt haben und unsere Torchancen besser genutzt haben. Wir haben uns in einen Rausch gespielt, die Tore waren eine Delikatesse, wie sie herausgespielt wurden. Ich habe schon die Woche über gemerkt, dass sich in der Mannschaft was tut, was bewegt und wir den Hebel umlegen wollten. Das wird uns einen Schub für Dienstag geben.

Trainer Markus Babbel (1899 Hoffenheim): Das war ein Deja-vu-Erlebnis, wie immer. Es ging genau so los wie vor ein paar Monaten mit der Hertha. Man nimmt sich viel vor, trotzdem steht es nach 18 Minuten 3:0. Dann haben die Bayern nicht wie beim letzten Mal aufgehört, sondern sind hartnäckig dran geblieben. Wir müssen froh sein, dass wir nur sieben bekommen haben. Wir sind hingefallen, jetzt stehen wir gemeinsam wieder auf. Ich erwarte von der Truppe, dass sie gegen Stuttgart eine Reaktion zeigt und das, was sie kann.


Borussia Möchengladbach - SC Freiburg 0:0

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): Wir haben besser als zuletzt gespielt und hatten fünf klare Torchancen. Daher sind wir ein wenig enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Ich kann ohne Probleme mit der Leistung leben.

Trainer Christian Streich (SC Freiburg): Wir haben alles gegeben. Gegen den Mönchengladbacher Fußball muss man immer wieder dagegen arbeiten und weite Wege gehen. Das haben wir gut gemacht.


VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 3:2

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Das Spiel hat mit einem Schock begonnen. Wir waren sehr nervös und Bayer hat das konsequent ausgenutzt. Wir haben uns aber zurückgekämpft. Das war heute die herausragende Stärke. Wir haben noch nicht das spielerische Niveau, um mit dem Vizemeister mitzuhalten. Wenn wir nach oben kommen wollen, müssen wir aber auch mal auswärts gewinnen.

Trainer Robin Dutt (Bayer Leverkusen): Die Geschichte ist meiner Meinung nach schnell erzählt. Die Mannschaft hat sehr gut begonnen und muss nach einer Viertelstunde 3:0 vorne liegen. Danach hatten wir fünf Verletzte, von denen nur einer durchspielen konnte. Dadurch ist die Stabilität und Ordnung verloren gegangen. Das hat Wolfsburg sehr gut ausgenutzt. Das ist ein bitterer Tag. Momentan überwiegt nicht der Frust über die Niederlage, sondern über das Lazarett.


1. FC Köln - Hertha BSC 1:0

Trainer Stale Solbakken (1. FC Köln): In der ersten Halbzeit waren wir klar die bessere Mannschaft, da haben wir fantastischen Fußball gespielt. Wir hatten Chancen für drei oder vier Tore. Eigentlich hätte das Spiel zur Halbzeit entschieden sein müssen. Die Rote Karte gegen Lukas war Wahnsinn, eine ganz große Fehlentscheidung.

Trainer Otto Rehhagel (Hertha BSC Berlin): In der ersten Halbzeit hat uns Köln stark unter Druck gesetzt, in der zweiten Halbzeit sind wir besser geworden, haben unsere Chancen aber nicht genutzt. Der Klassenerhalt wird nicht einfach, aber wenn wir so fighten wie in der letzten halben Stunde, haben wir eine Chance.


1. FSV Mainz 05 - 1. FC Nürnberg 2:1

Trainer Thomas Tuchel (FSV Mainz 05): Wir haben gut begonnen. Dennoch waren wir insgesamt bei Ballbesitz nicht so stark wie zuletzt. Das 2:0 zur Pause war ein hervorragendes Ergebnis für uns. Dann mussten wir einen Gegentreffer hinnehmen, und es wurde nochmal eng. Am Ende sind wir froh über den unter dem Strich verdienten Sieg.

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg der Mainzer. Verdient, weil wir in den ersten 20 Minuten nur zum Teil auf dem Platz waren. Der andere Teil war irgendwo zwischen Nürnberg und Mainz. Nach dem 0:2 wurde es besser, und in der zweiten Hälfte hat die Mannschaft eine Reaktion gezeigt.


VfB Stuttgart - 1. FC Kaiserslautern 0:0

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Wir müssen den Weg, den wir seit ein paar Wochen gehen, konsequent fortsetzen. Leider hat es heute nicht zu einem Sieg gereicht.

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): Wir haben zu Null gespielt, das ist der Ansatz. Wir müssen Schritt für Schritt gehen. Das Ding darf auch am 34. Spieltag zu unseren Gunsten entschieden werden.