München - Das Wort "Bayern-Jäger" steht auf dem Index, die Zurückhaltung hat Bayer Leverkusen dennoch abgelegt. "Wir wollen unseren erfolgreichen Weg fortsetzen und uns dabei kein Limit setzen", sagte Trainer Sascha Lewandowski vor dem Sonntagsspiel in der Bundesliga bei Hannover 96 (Sonntag, ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio)

Leverkusen ging mit acht Zählern Rückstand auf Tabellenführer Bayern und drei Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz in die letzten beiden Spiele des Jahres. Doch die "Schleicher der Liga" (Nationalspieler Lars Bender) haben noch nicht genug. "Wir arbeiten weiter hart und wollen die letzten drei Spiele in diesem Jahr gewinnen", sagt Teamchef Sami Hyypiä, der das Pokal-Achtelfinale beim VfL Wolfsburg gleich in die Rechnung einschloss.

Eingeschlossen in die Planungen der nächsten Jahres ist in Hannover auch Trainer Mirko Slomka. Die Niedersachsen gaben am Samstag die Vertragsverlängerung mit dem Erfolgscoach bekannt, dessen Kontrakt nun bis 2016 läuft. Beim Spiel gegen die Bayer-Elf muss Slomka gleich mal überlegen, wie er den gelbgesperrten Karim Haggui ersetzt, der ausgerechnet gegen seinen Ex-Club wegen der fünften Verwarnung pausieren muss. Somit wird wohl Christian Schulz zusammen mit Mario Eggimann die Innenverteidigung von 96 bilden.

Zieler hofft auf Platzverhältnisse als 96-Vorteil



Die Leverkusener kommen mit Selbstvertrauen im Gepäck nach Hannover, vor allem die "zweite Garde" war am Donnerstag, beim 1:0-Erfolg über Rosenborg, gefordert und hat diese Aufgabe ordentlich gelöst, wodurch zum Abschluss der Europa-League-Gruppenphase trotz des bereits gesicherten Weiterkommens ein für die "Werkself" zu Buche stand. Doch in der Gruppe wurden die Rheinländer trotzdem "nur" Zweiter - Hannover holte sich indes den Gruppensieg durch ein 2:2 in Levante. So gehen die 96er am Sonntag nicht nur mit diesem kleinen "Plus" ins Spiel gegen die Bayer-Elf. "Man wird sehen, ob der nicht ganz optimal zu bespielende Platz den Leverkusener zu schaffen macht. Wir haben uns daran bereits gewöhnt", erhofft sich Keeper Ron-Robert Zieler auch einen weiteren Vorteil durch den Untergrund.

Bayers Teamchef Sami Hyypiä warnt vor allem vor Hannovers Konterstärke. "Sie verfügen über ein sehr gutes Umschaltspiel. Und sie haben sehr viele schnelle Spieler wie beispielsweise Jan Schlaudraff. Das ist ein sehr guter Spieler", sagte Hyypiä und ergänzte: "Die Stärke von Hannover ist ganz klar die Offensive."



Schiedsrichteransetzungen