Sevilla - Borussia Mönchengladbach hat zum Auftakt der Champions League eine Niederlage kassiert. Die Fohlen verloren beim spanischen Verein FC Sevilla nach zwei verwandelten Foulelfmetern und einem Treffer aus der Distanz mit 0:3 (0:0). Die Rückkehr in die Königsklasse nach 37 Jahren hatten sich die Borussen anders vorgestellt.

Kevin Gameiro (47.) und Ever Banega (66.) leiteten mit ihren Strafstößen die verdiente Niederlage der Borussia ein, die schon in der Liga die ersten vier Spiele verloren hatte. Gameiro, dessen Elfmeter zum 1:0 sehr umstritten war, setzte zudem einen weiteren Foulelfmeter an die Latte (50.). Den Endstand stellte der kurz zuvor eingewechselte Jewgen Konoplyanka (84.) her.

"Wir müssen weitermachen. Die Ansätze waren da, die Elfmeter haben uns aus dem Konzept gebracht", sagte Sportdirektor Max Eberl bei Sky.

Befreiungsschlag bleibt aus

Das Team von Trainer Lucien Favre bot dem Europa-League-Sieger aus Spanien zwar zu Beginn die Stirn, war am Ende aber besonders in der Offensive zu harmlos und zeigte eine ernüchternde zweite Halbzeit mit großen Lücken in der Defensive. Jetzt warten in der Gruppe D noch die Brocken Juventus Turin und Manchester City.

Vor 36.959 frenetischen Zuschauern im Hexenkessel Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán wirkte die Borussia zu Beginn gefestigter und auch mutiger als in den vergangenen Wochen, für eine Überraschung reichte das aber nicht. Ab der 25. Minute hatte Sevilla das Heft in der Hand, somit reist Gladbach am Samstag ohne das erhoffte Selbstvertrauen zum rheinischen Derby beim 1. FC Köln.

Schon in der fünften Minute hatte Gladbach großes Glück: Vitolo traf den linken Pfosten, Kapitän Jose Antonio Reyes setzte den Nachschuss aus kurzer Distanz über das Tor. In einer temporeichen Anfangsphase hatten auch die Fohlen durch Roel Brouwers (7.) und Ibrahima Traore (16.) gefährliche Szenen, waren im Abschluss aber zu harmlos.

Elfmeterschießen in Sevilla

Größtes Manko blieben die unnötigen Ballverluste im Mittelfeld, die Sevilla immer wieder zu schnellen Vorstößen einluden. Die Hausherren übernahmen zunehmend die Spielkontrolle, der starke Gameiro köpfte zunächst ans Außennetz (30.), ehe er eine Direktabnahme knapp über das Tor setzte (35.).

Unmittelbar nach der Pause stand erneut Gameiro im Blickpunkt. Nach einem überflüssigen Ballverlust von Lars Stindl legte Vitolo den Ball an Sommer vorbei, der Schlussmann berührte den Angreifer leicht, Schiedsrichter Pavel Kralovec (Tschechien) entschied auf Elfmeter. Gameiro jagte den Ball unhaltbar unter die Latte.

Nur drei Minuten später brachte Roel Brouwers erneut Vitolo zu Fall, diesmal landete Gameiros Schuss vom Punkt an der Unterkante der Latte. Doch damit nicht genug: Eine weitere Viertelstunde später gab es nach einem Foul von Kapitän Tony Jantschke an Gameiro den dritten Elfmeter. Diesmal durfte Banega antreten und ließ Sommer keine Chance.

SID