Noch vor gut einem Jahr wurde über den "Kinder Riegel" in der Abwehr von Borussia Dortmund gespottet. Dieser Spott über das junge Innenverteidiger-Duo Neven Subotic und Mats Hummels, beide 21 Jahre alt, ist längst in blanken Neid umgeschlagen.

Wenn beide zusammen die Dortmunder Innenverteidigung bildeten, hat der BVB noch nie verloren! Und wenn dann ein Teil des Riegels auch noch so als Torschütze in Erscheinung tritt wie Hummels am Sonntag beim 3:2-Sieg in Köln, als er seine Saisontreffer drei und vier erzielte, merkt die Bundesliga erst recht auf.

Hummels klar vorne

Kein Wunder also, dass Mats Hummels von den Usern von bundesliga.de bei der offiziellen Wahl zum "Spieler des 18. Spieltags" gekürt wurde. Mit 38 Prozent der Stimmen setzte sich der frühere Münchener bei der Abstimmung durch.

Der U-21-Europameister hat aber schon längst die nächste Aufgabe vor Augen: "Jetzt haben wir gegen Hamburg ein sehr schweres Spiel vor der Nase und wollen schauen, was wir da erreichen können", sagte er im Interview mit bundesliga.de.

Wiederholt Hummels seine Leistung aus Köln, kann der BVB auch gegen die Hamburger einiges erreichen. Bei den "Geißböcken" gewann 80 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball.

Robben und Kroos auf den Plätzen

Damit stellte Hummels sogar Turbodribbler Arjen Robben vom FC Bayern in den Schatten. Der hielt zum Rückrundenauftakt vor allem in der zweiten Halbzeit die Hintermannschaft von 1899 Hoffenheim in Atem. 23 Prozent der User gaben ihre Stimme für den Niederländer ab, der mit sieben seiner zehn Dribblings gegen Hoffenheim erfolgreich war.

Dauergast bei der Wahl zum "Spieler des Spieltags" ist Toni Kroos von Bayer 04 Leverkusen. Die Bayern-Leihgabe ist mit sieben Treffern der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Bundesliga. Beim 4:2-Sieg gegen Mainz erzielte der "Spieler des 17. Spieltags" ein Tor selbst und bereitete ein weiteres vor. 15 Prozent der bundesliga.de-User votierten für Kroos.

Kobiashvili überzeugt bei Hertha-Debüt

Die Plätze vier bis sechs gehen in dieser Woche nach Hamburg, Berlin und Stuttgart: HSV-Linksfuß Marcell Jansen belegt mit zehn Prozent der Stimmen den 4. Rang. Mit seinem sehenswerten Tor führte er die Hamburger gegen Freiburg auf die Siegerstraße, war an den letzten fünf HSV-Toren direkt beteiligt.

Fünfter wurde mit Levan Kobiashvili ein Hoffnungsträger von Hertha BSC. Der vom FC Schalke 04 in die Hauptstadt gewechselte Georgier überzeugte beim 3:0 der Hertha in Hannover und verlieh der Berliner Defensive als Linksverteidiger Stabilität.

Mit acht Prozent der Stimmen lag er knapp vor Stuttgarts Stürmer Pavel Pogrebnyak (6 Prozent). Der Russe kommt beim VfB unter Trainer Christian Gross immer besser in Schwung und erzielte beim 3:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg bereits sein drittes Tor in den letzten vier Pflichtspielen.