Der VfB Stuttgart und der VfL Wolfsburg verfügen jeweils über herausragende Einzelspieler. Akteure, die jederzeit eine Partie alleine entscheiden können.

bundesliga.de blickt vor dem Top-Duell (Sa., ab 15 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) auf vier Schlüsselduelle und vergleicht die Stärken und Schwächen der Spieler.

Der Tabellenführer aus Niedersachen hat dabei die Nase in der Offensive teils deutlich vorne - sowohl im Mittelfeld als auch im Angriff. In der Defensive sieht es schon ausgeglichener aus, allerdings muss der VfB mit Serdar Tasci (verletzt) und Matthieu Delpierre (gesperrt) auf seine beiden Stammspieler in der Innenverteidigung verzichten.

Die Torhüter: Unentschieden

Diego Benaglio kassierte weniger Gegentore (32) als Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann (39). Beim Stuttgarter "Oldie" stand dafür öfter die Null (12 Mal), häufiger als bei jedem anderen Bundesliga-Torwart in dieser Saison. Lehmann ist ligaweit der Torhüter mit den meisten abgefangenen Bällen (65). Bei den gehaltenen Bällen nehmen sich beide Torleute wenig. Lehmann liegt bei 70 Prozent, Benaglio bei 69.

Die Innenverteidiger: Vorteil Wolfsburg

Wolfsburgs Andrea Barzagli ist einer von drei Feldspielern der Bundesliga, der keine Minute in dieser Saison verpasst hat. Khalid Boulahrouz dagegen, der nur in der Innenverteidigung zum Einsatz kommt, weil Tasci und Delpierre ausfallen, spielte erst 17 Mal. Der Wolfsburger beging in 30 Einsätzen nur 25 Fouls, aber Boulahrouz hatte auf 90 Minuten gerechnet deutlich mehr Ballkontakte (59) als Barzagli (39). Dafür hat der Wolfsburger eine bessere Quote bei den Zweikämpfen - sowohl am Boden als auch in der Luft.

Das Mittelfeld: Vorteil Wolfsburg

Sami Khedira ist deutlich torgefährlicher als Josue, der als echter "Staubsauger" im Mittelfeld agiert. Der Stuttgarter traf schon sieben Mal, der Wolfsburger gab überhaupt erst zwei Schüsse ab. Der schmächtige Josue gewann dafür gute 56 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball und brachte seine Mannschaft mit 63 abgefangenen Bällen in Ballbesitz. Zvjezdan Misimovic hat gegen Thomas Hitzlsperger klar die Nase vorn. Bei den Toren (5:4) geht es noch eng zu, aber der Bosnier hat mit 16 Assists mehr als jeder andere Bundesligaaspieler - und viermal so viele wie Hitzlsperger.

Der Angriff: Vorteil Wolfsburg

Es ist das Duell der derzeit wohl besten Bundesliga-Stürmer: Grafite traf 23 Mal und führt die Torjägerliste an, gefolgt unter anderem von Mario Gomez und Teamkollege Edin Dzeko. Während der Brasilianer im Schnitt nur überragende 76 Minuten für ein Tor braucht, benötigt Gomez durchschnittlich 134 Zeigerumdrehungen, um zu treffen. Dzeko erzielte in der Rückrunde die meisten Tore (14) und benötigt weniger Zeit für ein Tor (119 Minuten) als Gomez. Der Wolfsburger gab ligaweit die viertmeisten Schüsse ab (105). Cacau (fünf Tore bei 58 Schüssen) kann mit den anderen drei in dieser Saison nicht mithalten.