Am 10. November blieb die Welt stehen, der Schock war im ganzen Land zu greifen.

Selten waren in Deutschland mehr Menschen ehrlich erschüttert als nach der Nachricht vom Freitod des Nationaltorwarts Robert Enke. Noch nie wurde ein derart Prominenter so dramatisch zum Opfer seiner Krankheit, noch nie wurde die Fassade von den starken "Helden des Sports" so grausam eingerissen. Depressionen hatten dem Keeper von Hannover 96 den Lebensmut genommen. Auch deshalb waren die spontanen Trauerbekundungen der Fans so bewegend, war die Absage eines Testländerspiels der Nationalmannschaft so logisch, die Erschütterung der Kollegen so ehrlich und die allgemeine Bewunderung für die Witwe so echt. Es war viel von "Innehalten" und "Umdenken" die Rede, "Lehren" sollten gezogen werden. Hoffentlich bleibt davon wirklich etwas übrig im künftigen Miteinander im Geschäft Profifußball. Die Erinnerung an Robert Enkes Schicksal hat jedenfalls mehr verdient als nur einen Straßennamen in Hannover.

Überblick|Trainer: Felix Magath|Glücksgriff: Jupp Heynckes|Enttäuschung: Hertha BSC |Torjäger: Stefan Kießling|Lazarett: Hamburger SV|Newcomer: Holger Badstuber|Schock: Robert Enke