Frankfurt hat den Saisonstart ziemlich in den Sand gesetzt, doch Mittelfeldspieler Alexander Meier ist bei der Eintracht derzeit trotzdem total happy.

"Ich bin glücklich, dass alles gehalten hat. Darauf kann ich jetzt aufbauen", sagte der 25-Jährige nach seinem Comeback am Samstag bei Schalke 04.

Nur ein bisschen Muskelkater

Exakt 330 Tage nach seinem letzten Spiel für Eintracht Frankfurt von Beginn an stand Meier bei der 0:1-Niederlage gegen die "Knappen" erstmals wieder in der Startelf und war damit der einzige Gewinner bei den Hessen.

Meier überstand die ersten 90 Minuten auf dem Platz seit fast einem Jahr unfallfrei, vor dem DFB-Pokalspiel gegen Hansa Rostock am Dienstag klagte der 1,96-m-Hüne nur über ein wenig Muskelkater, ansonsten freute sich der "Leisetreter" aber über seinen endlich schmerzfreien Körper.

"Alexander hat eine unglaubliche Wertigkeit für unser Spiel", erklärte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel, der große Hoffnungen in die Rückkehr des bislang 81-maligen Bundesligaspielers setzt.

Viel Pech

Für Meier ging mit dem Spiel beim Bundesliga-Tabellenführer eine monatelange Leidenszeit zu Ende. Ende Oktober des vergangenen Jahres plagte sich der gebürtigen Niedersachse mit einer Reizung im Knie herum, Anfang März 2008 musste Dr. Bernhard Segesser in der Rennbahnklinik in Basel eine vernarbte Kapselfalte entfernen.

Im Trainingslager vor dieser Saison verdrehte sich Meier am 24. Juli das Knie, beim Test gegen Astoria Walldorf sechs Tage später zog er sich zu allem Überfluss eine Adduktorenverletzung zu.

Einen ganz bitteren Rückschlag musste der torgefährliche Mittelfeldspieler dann beim Saisonauftakt gegen Hertha BSC Berlin (0:2) erleben. Meier wurde von Funkel als Joker in der 61. Minute für den Japaner Junichi Inamoto eingewechselt. Nur 16 Minuten später musste der 1,96-m-Hüne das Spielfeld wegen eines Muskelfaserrisses wieder verlassen.

Funkel hofft auf Meiers Tore

Doch der ehemalige HSV-Profi kämpfte sich wieder durch die Reha, wohlwissend, dass die Eintracht seine Präsenz und seine "tödlichen Pässe" im Mittelfeld unbedingt braucht. Youngster Faton Toski konnte als Meier-Ersatz in den ersten Spielen der neuen Saison nur bedingt überzeugen.

Funkel setzt seine Hoffnungen auf sportlichen Erfolg deshalb ganz in seinen Lieblingsschüler Meier, der mit seinen Toren die Talfahrt der Eintracht stoppen soll.

Schließlich erzielte der in Hamburg lange als ewiges Talent geltende Meier zu Beginn der vergangenen Spielzeit in sechs Pflichtspielen für die Frankfurter sieben Tore und hatte damit maßgeblichen Anteil am kurzzeitigen Höhenflug der Eintracht. Mit ihm soll nun vor allem die Torgefahr und die Ordnung im Mittelfeld zurück in das Spiel der Eintracht kehren.