Köln - Der FC Schalke 04 hat seinen positiven Aufwärtstrend der letzten Wochen auch beim schweren Auswärtsspiel beim 1. FC Köln fortgesetzt. Bei den heimstarken Domstädtern holten die Knappen ein verdientes 1:1-Unentschieden und blieben somit im fünften Pflichtspiel in Folge unbesiegt.

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In der Bundesliga haben die Königsblauen nun seit der Winterpause acht Punkte aus fünf Partien geholt. Das ist eine solide Ausbeute, aber für die große Aufholjagd noch zu wenig. Aber es gibt einige Fakten, die Mut machen. Zum einen hatte Schalke 04 ein extrem anspruchsvolles Auftaktprogramm zu meistern. In den ersten fünf Spielen dieser Saison setzte es zwar fünf Niederlagen, doch alle fünf Gegner gehören bis heute zu den Top 7 der Bundesliga.

In der Rückrunde konnte die Elf von Markus Weinzierl gegen diese Konkurrenten immerhin schon fünf Punkte einfahren. Sollte am Wochenende die TSG 1899 Hoffenheim geschlagen werden, hätte Schalke sogar bereits acht Zähler mehr als in der Hinrunde gesammelt. Das Gesamtgefüge passt immer besser zusammen, nach der Hoffenheim-Partie folgen auf dem Papier dann die leichteren Gegner.

Schalke kauft intelligent ein

"Wir sind seit dem Frankfurt-Spiel (der einzigen Schalker Niederlage im Jahr 2017, Anm. d. Red.) stabiler geworden", findet Schalkes Mittelfeldmotor Leon Goretzka. "Es ist unbestritten, dass wir bessere Leistungen auf den Platz bekommen und mit Mannschaften mithalten können, die weiter oben stehen. Daran müssen wir in den kommenden Wochen anknüpfen.

Die Wintereinkäufe erweisen sich als echte Verstärkungen. In Köln standen mit Holger Badstuber, Daniel Caligiuri und Guido Burgstaller gleich drei Neuzugänge in der Startelf. Sie machen Schalke besser. Badstuber stabilisiert die ohnehin starke Defensive, die im neuen Jahr in der Bundesliga erst drei Gegentore in fünf Spielen zuließ.

Video: Die Top5-Winterneuzugänge

Caligiuri sorgte als hängende Spitze über links für viel Wirbel und war für viele Beobachter neben Goretzka der beste Schalker auf dem Platz. Und Burgstaller hatte auch in Köln wieder seine Großchance. Er hat bereits in allen Wettbewerben getroffen und sich seinen Stammplatz ganz vorne erkämpft. Gegen den FC mangelte es Burgstaller allerdings wie der ganzen Mannschaft an der Effizienz.

Weinzierl zufrieden mit seinem Team

"Die Leistung der Mannschaft war wieder gut", meinte Schalke-Trainer Markus Weinzierl. "Wir sind gut ins Spiel gekommen. Dann haben wir einmal nicht aufgepasst, da hat Modeste gezeigt, was für ein Torjäger er ist. Beide Mannschaften haben auf Sieg gespielt. Wir haben in der Schlussphase drei, vier hundertprozentige Chancen ausgelassen. Wenn wir weiter so fighten, werden wir noch viele Punkte holen."

Unter dem Strich bleiben nach dem starken Auftritt in Köln allerdings "nur" ein Remis, Platz 10 in der Tabelle und nach wie vor acht Punkte Rückstand auf Rang 6. Deshalb stieg der Schalker Kapitän Benedikt Höwedes auch mit gemischten Gefühlen in den Mannschaftsbus. "Mit unserer Leistung können wir insgesamt zufrieden sein, wir haben ein gutes Spiel gemacht", sagte der Weltmeister. "Wenn man aber die anderen Ergebnisse sieht, tut unser Resultat etwas weh."

Aus Köln berichtet Tobias Gonscherowski