Schalke-Trainer Mirko Slomka setzte im Finale des Premiere-Ligapokals gegen Bayern München auf eine straffe Verteidigung. Doch es half nichts.

Die Bayern holen nach dem 1:0-Sieg zum sechsten Mal den Premiere-Ligapokal. Obwohl die königsblaue Truppe als Vizemeister nach Ende der vergangenen Saison vor den viertplatzierten Münchnern in der Tabelle gestanden hat, wollte sie vor dem Finale die Favoritenrolle nicht annehmen.

Bayern beeindruckten Slomka

Zu souverän war bisher die Vorstellung des bayerischen Starensembles, das sich mit Erfolgen über Werder Bremen (4:1) und VfB Stuttgart (2:0) ins Endspiel vorgeschoben hat.

"Im Halbfinale haben die Bayern eine enorme Ruhe am Ball ausgestrahlt und viel Kreativität an den Tag gelegt", lobte S04-Coach Mirko Slomka den Konkurrenten. Aber davon ließ er sich nicht in Angst und Schrecken versetzen. Denn nicht zuletzt die Leistungen seiner Schützlinge gaben Anlass zu Zuversicht.

Schalke wollte clever verteidigen

Die Schalker hatten in der Vorrunde Bundesliga-Aufsteiger Karlsruher SC mit 1:0 ausgeschaltet und angeführt von einem starken Kevin Kuranyi Tage später den 1. FC Nürnberg mit 4:2 aus dem Wettbewerb gekegelt.

Im Duell mit den Bayern stellte Slomka sein Team auf Verteidigung ein: "Alle offensiv ausgerichteten Spieler der Bayern kommen über jede Position nach vorne. Sogar Hamit kam in den beiden Ligapokalspielen einige Male über links." Gegen solch ein variables Team müsse man clever verteidigen, so der Coach.

Mit den zwei defensiven Mittelfeldspielern Fabian Ernst und Levan Kobiashvili, seien die "Knappen" stark genug, um den Bayern im Mittelfeld Paroli zu bieten. "Sie haben zuletzt gegen Nürnberg viele Ballgewinne produziert", freute sich Mirko Slomka.

Kuranyi: "Haben eine Chance, den Titel zu holen"

Kevin Kuranyi, der beim Sieg über Nürnberg als dreifacher Vorbereiter glänzte, sah dem Aufeinandertreffen mit dem FCB freudig entgegen: "Die Bayern spielen bisher sehr gut. Aber wir wollen sie schlagen."

Zuversichtlich stimmte ihn die eigene Teamleistung gegen den Pokalsieger: "Wenn wir wieder so spielen wie am Dienstagabend und die Abwehr erneut gut steht, haben wir eine gute Chance, den Titel zu holen." Doch daraus wurde nichts.

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