München - Der FC Schalke 04 steht am Samstagnachmittag bereits mit dem Rücken zur Wand. Nach zwei Niederlagen in Serie sind die "Knappen" im Kampf um ein Europapokal-Ticket mittlerweile auf Platz 10 gelandet - und nun steht die hohe Hürde in Mainz an. Zwei Tage nach ihren durchwachsenen Europa-League-Auftritten geht es für Leverkusen (gegen Augsburg) und Gladbach (beim HSV) schon wieder weiter. Werder will gegen Freiburg nachlegen und in Düsseldorf steigt ein Aufsteiger-Duell (alle Spiele ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) .

Für den FC Schalke 04 geht es am Samstag darum, im Kampf um die internationalen Plätze nicht noch weiter an Boden zu verlieren. Schwer genug: Nach nur einem Sieg aus den letzten zehn Begegnungen gastieren die "Knappen" ausgerechnet beim heimstarken 1. FSV Mainz 05. "Wir wissen, was auf uns zukommt und sind vorbereitet", sagt Trainer Jens Keller, der bei seinem Einstand auf Schalke gegen Mainz im Pokal-Achtelfinale verloren hat.

Doch personell muss Keller weiterhin improvisieren: Die Chancen, dass Jefferson Farfan (grippaler Infekt) und Marco Höger (Erkältung) mitwirken können, stehen zwar nicht schlecht, "aber sie sind noch nicht wieder voll auf der Höhe." Verzichten müssen die "Königsblauen" weiterhin auf Klaas-Jan Huntelaar, Atsuto Uchida, Lars Unnerstall, Ibrahim Afellay, Kyriakos Papadopoulos, Ciprian Marica und Christoph Moritz (Bänderriss im Sprunggelenk). "Es scheint ein wenig so, als ob ein Fluch auf uns liegt. Derzeit kommt es knüppeldick", sagt Keller. Zumindest Christian Fuchs und Julian Draxler kehren in die Elf zurück.

Gastgeber Mainz hat trotz der momentanen Schalker Durststrecke großen Respekt vor dem Gegner. "Sie haben viel individuelle Qualität im Kader und gehören damit unter die Top drei der Bundesliga", sagt 05-Coach Thomas Tuchel. Auch die Mainzer haben personelle Sorgen: Jan Kirchhoff zog sich im Training am Mittwoch eine Zerrung im hinteren Oberschenkel zu und kann nur zuschauen kann - ebenso wie der gesperrte Shawn Parker. "Die Ausfälle von Shawn und Jan ärgern mich sehr. Beide haben gute Form und sind wichtige Alternativen im Kader", so Tuchel.



Schiedsrichteransetzungen

Der Sieg beim BVB ist Vergangenheit - der Hamburger SV richtet den Fokus nun auf die Partie gegen Borussia Mönchengladbach. "Wir können die Gladbacher nicht so bespielen wie den BVB", sagte "Rothosen"-Trainer Thorsten Fink. Vergangene Woche konnte die Mannschaft den Gegner mit ihrer offensiven Spielweise ein Stück weit überraschen, im Heimspiel gegen die "Fohlen" sei dies aber nicht so einfach möglich, da die Rollenverteilung eine ganz andere sei. Fink wird wohl drei Änderungen in der Startelf vornehmen (müssen): Rene Adler hat seine Bauchmuskelzerrung nicht rechtzeitig auskuriert und wird von Jaroslav Drobny vertreten. Slobodan Rajkovic feiert nach einem knappen Jahr sein Startelf-Comeback, nachdem Jeffrey Bruma gesperrt ist. Milan Badelj kehrt für Tomas Rincon ins Team zurück, nachdem er seine Sperre abgesessen hat.

Gegner Borussia Mönchengladbach erlebte in den vergangenen Tagen eine Achterbahn der Gefühle. Am Ende sprangen zwei 3:3-Remis gegen Leverkusen und Lazio Rom heraus. Gut möglich, dass Cheftrainer Lucien Favre rotieren lässt, nachdem seine Elf die schweren 90 Minuten gegen die Römer vom Donnerstagabend noch in den Beinen hat. Als Ausrede will man das allerdings nicht gelten lassen: "In der Hinrunde hat man auch viel über die Doppelbelastung und den ungewohnten Spielrhythmus gesprochen. Am Ende haben wir trotzdem immer ordentlich gepunktet", sagt Tony Jantschke.



Schiedsrichteransetzungen

Schon kurz nach dem Abpfiff des Europa League-Duells gegen Benfica Lissabon hatte Sascha Lewandowski den Blick nach vorn gerichtet: "Wir müssen ganz schnell wieder zu der Konsequenz zurückfinden, die uns in der Hinrunde ausgezeichnet hat". Ömer Toprak und Daniel Carvajal, die gegen Lissabon leicht angeschlagen nicht im Kader waren, werden am Samstag wieder zur Verfügung stehen. "Wir wollten bei beiden kein Risiko eingehen. Ich gehe aber davon aus, dass sie gegen Augsburg dabei sind", so Coach Sami Hyypiä. Gleiches gilt für Stefan Reinartz, der die Nachwirkungen eines Magen-Darm-Virus überwunden hat.

Der FC Augsburg ist in der Rückrunde noch unbesiegt - und das soll möglichst auch nach dem 22. Spieltag so bleiben. Allerdings müssen die Schwaben auf Jan Moravek verzichten. Der Tscheche laboriert an einer Wadenverletzung und wird sich am Montag bei Bayern Münchens Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt weiteren Untersuchungen unterziehen. FCA-Trainer Markus Weinzierl bangt zudem um den Südkoreaner Koo Ja-Cheol, dessen Einsatz wegen Knieproblemen auf der Kippe steht. Fit sind dagegen Daniel Baier und Sascha Mölders, die einen grippalen Infekt auskuriert haben.




Schiedsrichteransetzungen

Nach zwei Siegen in Folge hat sich Werder Bremen im Kampf um die Europapokal-Tickets zurückgemeldet. Für die anstehende Partie gegen Freiburg gibt es zudem gute Nachrichten aus der Personalabteilung: Das "Ösi-Trio" Sebastian Prödl, Marko Arnautovic und Zlatko Junuzovic sind am Donnerstag wieder ins Training eingestiegen und für Samstag eine Alternative. Während Trainer Tomas Schaaf bei Sokratis (Grippe) noch Hoffnungen hat, fällt Theodor Gebre Selassie (Mittelhandbruch) definitiv aus.

Der SC Freiburg reist mit gemischten Gefühlen in den Norden: "Wir stellen uns, wie man in Norddeutschland sagt, auf eine steife Brise ein", so der Freiburger Coach Christian Streich. "Bremen ist rechtzeitig zu unserem Spiel leistungsmäßig wieder da, wo sie hin wollten." Fehlen werden dem Sport-Club im Weserstadion Jonathan Schmid (Zerrung), Sebastian Freis (Schulteroperation) und Neuzugang Hendrick Zuck (Fersenprobleme). Mensur Mujdza ist dagegen ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.



Schiedsrichteransetzungen

Fortuna-Coach Norbert Meier warnt davor, die SpVgg zu unterschätzen. "Wir dürfen uns nicht einbilden, es wäre vorher schon irgendetwas entschieden." Nicht dabei sein können die beiden gesperrten Mittelfeldspieler Adam Bodzek und Andreas Lambertz. Wahrscheinlich wird Oliver Fink in die Startformation zurückkehren, für den weiteren Platz in der ersten Elf wäre Ivan Paurevic eine Variante. "Er ist natürlich gelernter Sechser und wird definitiv in den Kader zurückkehren", sagte Meier.

Für Greuther Fürth ist das Aufstiegsduell wohl eine der letzten Gelegenheiten, im Abstiegskampf noch einmal Fuß zu fassen. Personell muss Trainer Mike Büskens dabei auf Milorad Pekovic (Gelbsperre), Tom Mickel und Stephan Fürstner (beide krank) verzichten. Gerald Asamoah und Edgar Prib werden dagegen dabei sein. In Düsseldorf wird es für Büskens das Wiedersehen mit einigen Wegbegleitern geben. Immerhin ist der Trainer in Düsseldorf geboren und war selbst jahrelang Spieler bei der Fortuna. "Ich freue mich auf diese Wiedersehen, aber wichtiger ist das Ergebnis", stellt der Coach klar.



Schiedsrichteransetzungen