Die Hanseaten punkten dreifach: Werder Bremen gelingt gegen den VfB Stuttgart der Befreiungsschlag, der Hamburger SV verbucht gegen Energie Cottbus einen Arbeitssieg. bundesliga.de hat die Reaktionen der Trainer zu allen Partien des 24. Spieltags:

Werder Bremen - VfB Stuttgart 4:0 (1:0)

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Ich kann mit dem Spiel meiner Mannschaft rundum zufrieden sein. Sie hat sich endlich ihr so wichtiges Erfolgserlebnis geholt. Besonders erfreulich war, dass diesmal wieder mehr Effektivität in unserem Spiel war.

Teamchef Markus Babbel (VfB Stuttgart): Wir haben fast alle wichtigen Tugenden vermissen lassen, deswegen war unsere Niederlage folgerichtig. Wir sind nie so recht ins Spiel gekommen und haben schlampig agiert. Ich habe auch nur ganz selten den unbedingten Willen gesehen, die Begegnung gewinnen zu wollen.

Hamburger SV - Energie Cottbus 2:0 (2:0)

Trainer Martin Jol (Hamburger SV): Man kann das als Arbeitssieg bezeichnen. Das ist vielleicht schlimm, aber wichtig für uns. Bei Petric handelt es sich um einen Muskelfaserriss. Leider fällt er jetzt längere Zeit aus. Das ist ein herber Schlag für uns.

Trainer Bojan Prasnikar (Energie Cottbus): Die Entscheidung ist schon in der ersten Halbzeit gefallen. Wir standen von Anfang an unter großem Druck. Nach 30 Minuten hatten wir das Spiel etwas beruhigt, aber dann einen Fehler gemacht und das war sofort ein Tor. Der zweite Torschuss war gleich entscheidend. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr das Spiel nach Vorne gesucht und hatten auch ein paar Möglichkeiten. Insgesamt war es aber ein verdienter Sieg des HSV.

Karlsruher SC - Arminia Bielefeld 0:1 (0:0)

Trainer Edmund Becker (Karlsruher SC): Wir sind natürlich total frustriert. Wir betreiben einen riesigen Aufwand aber es fehlt die letzte Konsequenz. Es ist wie eine Seuche. Aber wir müssen damit leben, es geht nicht anders.

Trainer Michael Frontzeck (Arminia Bielefeld): Wir haben über weite Strecken schlechten Fußball gespielt. Hinten raus hatten wir dann ein paar Chancen. Am Ende war es ein sehr glücklicher Sieg, der in der Endabrechnung aber nicht ganz unwichtig sein kann.

Hannover 96 - Borussia Dortmund 4:4 (1:2)

Trainer Dieter Hecking (Hannover 96): Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie ist zwei Mal hervorragend zurückgekommen. Deshalb müssen wir über einen gewonnenen Punkt reden. Jetzt sind wir in Hoffenheim gefordert.

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Das war eine gefühlte Niederlage. Obwohl wir vier Tore geschossen haben, war unsere Chancenverwertung nicht optimal. Wir sind sehr, sehr unzufrieden, müssen das Ergebnis aber akzeptieren.

VfL Bochum - Bayern München 0:3 (0:1)

Trainer Marcel Koller (VfL Bochum): Wir haben die erste große Chance des Spiels und nutzen diese nicht zum Tor. Dann gehen die Bayern mit der ersten Chance in Führung. Das ist der Unterschied. Nach der Roten Karte sind wir dann nicht mehr ins Spiel gekommen. Mit Marc Pfertzel fällt nun wieder ein Innenverteidiger aus.

Trainer Jürgen Klinsmann (Bayern München): Aus unserer Sicht ist es sehr erfreulich und angenehm, dass wir mit diesem Ergebnis nach Hause fahren. Denn auch die Hertha hat gewonnen, und der Abstand ist gleich geblieben. Das ist gut, auch angesichts der prekären Situation mit Miroslav Klose, der in ein Loch getreten ist. Er hat einen Kompressionsverband bekommen und wir hoffen nicht, dass es nichts Schlimmeres ist.

1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach 2:4 (0:2)

Trainer Christoph Daum (1. FC Köln): Wir haben zunächst viel Druck entwickelt und zum größten Teil das Spiel in die gegnerische Hälfte verlagert. Dann sind wir von Gladbach ausgekontert worden. Wir müssen jetzt schnellstmöglich den Ernst der Lage erkennen. Wir werden aber die richtigen Lehren daraus ziehen.

Trainer Hans Meyer (Borussia Mönchengladbach): Wir haben zum ersten Mal in dieser Saison zwei Mal hintereinander gewonnen. Das ist richtig positiv und ein schönes Gefühl. Köln hat uns zunächst hinten reingedrängt, da war das 1:0 Balsam auf die Wunde. Danach haben wir zum richtigen Zeitpunkt das 2:0 gemacht. Der Sieg tut uns gut. Das hat nichts mit dem Derby zu tun, sondern mit unserer Situation.

Eintracht Frankfurt - 1899 Hoffenheim 1:1 (0:1)

Trainer Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): In der ersten Halbzeit waren wir viel zu ängstlich. Wir sind nur nebenher gelaufen und haben Hoffenheim spielen lassen, deshalb war das 0:1 auch folgerichtig. In der zweiten Halbzeit haben wir dann so gespielt, wie ich mir das vorstelle und hätten dank unserer Chancen am Ende sogar noch gewinnen können. Mit dem Punkt sind wir aber zufrieden.

Trainer Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): Am Ende hätten wir uns nicht beschweren können, wenn wir noch verloren hätten. Ich bin zum ersten Mal in dieser Saison so richtig enttäuscht von meinen Jungs. Denn wir haben das Spiel total dominiert und in der zweiten Halbzeit einfach weggegeben. Das darf uns einfach nicht passieren.

Hertha BSC Berlin - Bayer Leverkusen 1:0 (0:0)

Trainer Lucien Favre (Hertha BSC Berlin): Wir sind sehr zufrieden mit dem 1:0 gegen Leverkusen, eine der besten Mannschaften in Deutschland. Sie waren in der ersten Halbzeit besser. Nach dem Wechsel haben wir mehr probiert. Es war doch am Ende sehr eng.

Trainer Bruno Labbadia (Bayer Leverkusen): Glückwunsch an Hertha. Mit so einer Ruhe kann man Deutscher Meister werden. Wir wollten aus einer kompakten Abwehr nicht ins offene Messer laufen, doch wir hatten zu viele einfache Ballverluste. Die Qualität von Hertha ist, dass sie auch bei weniger Ballbesitz gefährlich sind.

VfL Wolfsburg - FC Schalke 04 4:3 (2:1)

Felix Magath (Trainer VfL Wolfsburg): Man hat gesehen, dass wir kein Titelkandidat sind. Wenn man 3:1 und 4:2 führt, darf man nicht mehr in Schwierigkeiten kommen. Bei Schalke ist etwas Unruhe. Das hat wohl auch die Mannschaft erreicht.

Fred Rutten (Trainer Schalke 04): Der VfL hatte eine super Chancenverwertung. Wenn man auswärts drei Tore macht, bringt man normalerweise etwas mit.