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Christian Streich vom SC Freiburg: Eine Bundesliga-Institution

Christian Streich ist emotional, authentisch und erfolgreich. Der Trainer des Sport-Club Freiburg hinterlässt mit seiner Arbeit bereits seit achteinhalb Jahren Eindruck auf dem höchsten fußballerischen Level.

Christian Streich ist an einem Punkt seiner Karriere angekommen, an dem er mit Fug und Recht als Institution bezeichnet werden darf. Der Trainer des SC Freiburg ist inzwischen seit achteinhalb Jahren im Amt und in dieser Zeit zu einer der prägendsten Figuren der Bundesliga geworden - und hat jetzt seinen Vertrag beim Sport-Club verlängert.

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Seit Streich im Winter 2011/12 auf Marcus Sorg folgte, hat er mit seiner Mannschaft in 251 Bundesliga-Spielen stolze 309 Punkte geholt. Er hat damit den besten Punkteschnitt (1,22 pro Spiel) aller Trainer der Freiburger Bundesliga-Geschichte. Beachtliche Zahlen angesichts der Tatsache, dass beim SCF traditionell mit bescheidenen Mitteln gearbeitet wird und der Freiburger Kader, im Vergleich zur Konkurrenz, nie zu den namhaftesten zählte.

Christian Streich lässt seinen Emotionen freien Lauf - THOMAS KIENZLE/AFP via Getty Images

Freiburg darf auf die Europa League hoffen

Auch in der laufenden Saison spielt Freiburg wieder eine gute Rolle und darf sich sogar noch zarte Hoffnungen auf eine Qualifikation für die Europa League machen. Das ist zu einem großen Anteil der Verdienst von Streich und seinem Trainerteam, bestehend aus den Assistenten Lars Voßler, der auch schon bei der U 19 Streichs Assistent gewesen war, Patrick Baier, der zuvor ebenfalls im Nachwuchsbereich des SC tätig war, sowie dem ehemaligen Freiburger Profi Florian Bruns (44 Bundesliga-Spiele, 2 Tore; ein Zweitligaspiel von 1999 bis Anfang 2003). Torwarttrainer Andreas Kronenberg und Athletiktrainer Daniel Wolf komplettieren die Gruppe.

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Streich ist nicht nur das Gesicht dieses Teams, sondern das Gesicht des gesamten SC Freiburg. Seine authentische, emotionale Art hat ihm sich nicht nur im Breisgau viele Fans verschafft. Für seine Arbeit erhielt er diverse Auszeichnungen. 2013 wurde ihm der Trainerpreis des deutschen Fußballs verliehen. Das Sportmagazin Kicker ernannte ihn 2017 zum "Mann des Jahres" und im gleichen Jahr wurde er auch zum "Bücherfreund des Jahres" gekürt. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels würdigte damit Streichs Engagement für die Förderung von Büchern und des Lesens.

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Streich, der seit 1995 in verschiedenen Funktionen durchgehend für den SC Freiburg tätig ist, kommt aus einer Region der Erfolgstrainer. Geboren wurde er 1965 in Weil am Rhein, der Nachbarstadt von Lörrach, wo Ottmar Hitzfeld herkommt. Joachim Löws Geburtsort Schönau ist Luftlinie keine 30 Kilometer entfernt.

In Freiburg sind sie froh, Streich zu haben. Im Endspurt der Saison verlängerte er nun einmal mehr seinen Vertrag. Der Charakterkopf wird dem SCF und der Bundesliga also noch eine ganze Weiler erhalten bleiben.