Der 46-jährige Sandro Rosell ist neuer Präsident des spanischen Meisters FC Barcelona.

Rosell den bisherigen Präsidenten Joan Laporta ab, der dem Club-Weltmeister seit 2003 vorsteht und nach den Regularien des Traditionsclubs für eine erneute Amtszeit nicht mehr kandidieren konnte.

Große Mehrheit für Rosell

Rosell, der bereits von 2003 bis 2005 Vizepräsident des Clubs war, soll demnach mit fast 62 Prozent der Stimmen seine drei Gegenkandidaten Marc Ingla, Agusti Benedito und Jaume Ferrer, der Favorit des scheidenden Präsidenten Laporta, ausgestochen haben.

Der ehemalige Mitarbeiter eines Sportartikelherstellers war 2005 von seinem Amt zurückgetreten, weil er mit der Vereinsführung nicht einverstanden war. Rosell hatte fehlende "Unabhängigkeit, Transparenz und Demokratie" bemängelt und Laporta als "das Problem" bezeichnet.

Unter der Führung von Laporta hatten die Katalanen 2006 und 2009 die Champions League sowie vier Meistertitel gewonnen. Der promovierte Jurist hatte im Januar angekündigt, über die Gründung einer politischen Partei nachzudenken, um für die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien zu kämpfen.