Bundesliga

Robert Bauer: "Die Fans geben einem Kraft"

"Wollen nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben"

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bundesliga.de: Robert Bauer, Sie sind kurz vor dem Saisonbeginn von Ingolstadt nach Bremen gewechselt und haben dann ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Sind Sie sich nach dem Fehlstart mit vier Niederlagen manchmal vorgekommen, als wären Sie im falschen Film?

Robert Bauer: Nein, das habe ich nicht gedacht. Aber natürlich hatte ich mir den Anfang etwas anders vorgestellt. Ich habe mich eingelebt und bin jetzt schon eine längere Zeit in Bremen. Ich schaue nicht zurück. Ich fühle mich nicht mehr als der Neue. Man hat in den letzten Spielen gesehen, dass wir nach dem Trainerwechsel eine Reaktion gezeigt haben.

bundesliga.de: Sie haben sich auch in Bremen direkt durchgesetzt und in allen Partien in der Startelf gestanden. Waren es intensive erste Wochen an der Weser?

Bauer: Auf jeden Fall. Es war anders als in Ingolstadt, wo das Umfeld und der mediale Druck nicht so groß waren. Für mich war es eine Umstellung. Aber man spielt ja dafür Fußball, dass man vor den Fans gegen die Kugel tritt und die Anhänger einem zujubeln. Das gibt einem Spieler Kraft. Deswegen bereue ich den Wechsel auf keinen Fall und bin sehr froh, in Bremen zu sein.

bundesliga.de: Was hat Sie an Werder Bremen am meisten gereizt?

Bauer: In den Gesprächen habe ich gemerkt, dass die Verantwortlichen einen Plan mit mir haben und auch in der Zukunft auf mich setzen. Das Umfeld und die Fans haben mich beeindruckt, nach unserem Spiel gegen den VfL Wolfsburg hat man wieder gesehen, welche Atmosphäre hier herrscht. Als ich vom Interesse Bremens erfahren habe, war für mich schnell klar, dass ich zu Werder möchte.

bundesliga.de: Wie intensiv verfolgen Sie die Entwicklung in Ingolstadt nach Ihrem Weggang?

Bauer: Sehr intensiv. Ich stehe in Kontakt mit den alten Mannschaftskollegen und versuche, sie an freien Tagen manchmal zu besuchen. Natürlich tut es mir ein bisschen weh, wenn ich sehe, wie es dort derzeit läuft. Aber die Jungs sind da ganz optimistisch. Ich hatte in den zwei Jahren, die ich beim FCI gespielt habe, durchweg positive Erlebnisse.

bundesliga.de: In zehn Tagen trifft Werder in der Bundesliga auf Bayer 04 Leverkusen. Wie muss Bremen auftreten, um zu verhindern, wieder viele Gegentore schlucken zu müssen?

Bauer: Man hat in den letzten Spielen gesehen, dass wir defensiv besser stehen und nicht mehr so viel zulassen. Jetzt gilt es unser Spiel, das wir in diesen letzten Partien gezeigt haben, auch gegen einen vermeintlich viel stärkeren Gegner auf den Platz zu bringen. Wir können jetzt in der Länderspielpause diszipliniert weiterarbeiten und viele Dinge einstudieren. Dann bin ich zuversichtlich, dass die Automatismen über das Training und Testspiele besser greifen.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski