München - Auch für Bayern Münchens Superstar Arjen Robben gehört der Streit mit Franck Ribery nun der Vergangenheit an. Das Verhältnis sei "jetzt wieder okay. Wir gehen weiter zusammen unseren Weg, und ich hoffe, wieder Spaß mit ihm zu haben", sagte der 28 Jahre alte Niederländer im Bild-Interview und fügte auf die Frage, ob er mit dem Franzosen wieder an einem Strang ziehen würde, an: "Ja klar!"

Robben will ohnehin nicht mehr auf die vielen Enttäuschungen, die in den Pfiffen der eigenen Fans gegen ihn gipfelten, zurückblicken: "Wir fühlen uns wohl in München, und im Fußball passieren eben auch unschöne Sache. Aber jetzt geht es weiter." Er habe deshalb auch Angebote abgelehnt: "Ich wollte hierbleiben. Jetzt greifen wir alle zusammen wieder richtig an."

Ribery bereitet vor, Robben vollendet



Auch Ribery (29) hatte unlängst betont, dass der Zwist mit Robben "vergessen" sei: "Das ist nicht der FC Robben oder der FC Ribery, sondern der FC Bayern. Wenn wir was gewinnen wollen, dann geht das zusammen oder gar nicht."

Die beiden Tempodribbler hatten im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg (2:1) schon wieder gewirbelt. Ribery bereitete mit einem Traumpass Robbens 2:0 vor. Voller Selbstbewusstein chippte Robben, der später auch zum "Man of the Match" gewählt wurde, den Ball über "Wölfe"-Keeper Marwin Hitz ins Netz. Und der Niederländer setzte auch ein kleines Zeichen für den Teamgeist. Beim Foulelfmeter an Thomas Müller trat nicht der etatmäßige Elfmeterschütze Robben, sondern Neuzugang Mario Mandzukic an und verwandelte gegen seine Ex-Kollegen zum 1:0.

Zurück in München: erstmals Training mit dem kompletten Kader



Das Testspiel bedeutete das Ende der China-Reise des deutschen Rekordmeisters. Am Freitagmorgen um kurz nach 8 Uhr kehrte der Tross des FCB mit einstündiger Verspätung von seiner fünftägigen Reise nach Fernost zurück. Trainer Jupp Heynckes zog noch vor dem Abflug in Guangzhou ein positives Fazit: "Wenn man die ganze Woche betrachtet, kann man sehr zufrieden sein. Wir haben zwei sehr intensive Spiele bestritten und gut trainiert. Jetzt freuen wir uns aber alle auf zuhause", sagte der 67-Jährige.

Heynckes schickte seine müden Profis vom Flughafen direkt nach Hause. Erst für Samstagvormittag (11 Uhr) setzte er das nächste Training an, für Sonntag sind zwei Einheiten geplant. Erstmals in der Vorbereitung steht Heynckes am Wochenende, abgesehen von den beiden Verletzten David Alaba und Rafinha, sein kompletter Kader zur Verfügung. Auch die beiden Kapitäne Phillip Lahm und Bastian Schweinsteiger, die in China fehlten und in München individuell trainierten, sind dann dabei.