München - Der FC Bayern und seine Elfmeter. Eine durchaus unglückliche Liaison in dieser Spielzeit. Wie schon im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Arsenal gönnten es sich die Münchner auch beim 1:1 im Rückspiel, einen Strafstoß zu verschießen. Nachdem auf der Insel David Alaba am Pfosten scheiterte, fand nun Thomas Müllerin Gunners-Torhüter Lukasz Fabianski seinen Meister.

Auch wenn der verschossene Elfmeter den Sieg im Rückspiel kostete, bleibt er letztlich eine Randnotiz, weil das Weiterkommen nie wirklich gefährdet war. "Wir haben immer viel Vertrauen in den jeweiligen Schützen. Jetzt hat Thomas mal einen Elfmeter verschossen, das passiert eben", sagte Flügelspieler Arjen Robben, der den Strafstoß herausgeholt hatte und zuletzt gegen Schalke vom Punkt erfolgreich gewesen war. Im Interview spricht der Niederländer über eine starke erste Halbzeit, seinen Wunschgegner im Viertelfinale und seine Zukunft als Elfmeterschütze.  

Frage: Herr Robben, Sie haben seit Ende Oktober vergangenen Jahres kein Champions-League-Spiel mehr vor eigenem Publikum bestritten. Wie schön war es, gegen Arsenal mal wieder zuhause aufzulaufen und dann noch weiterzukommen?

Arjen Robben: Es war super. Das war einfach ein Topspiel. Insgesamt haben wir es sehr gut gemacht. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert. Wir können zufrieden sein.

Frage: Sie haben als Team einige Szenen nicht konsequent zu Ende gespielt. Ist der FC Bayern schon zu verspielt?

Robben: Ich kann das nicht nachvollziehen. Wir haben in der ersten Hälfte gut gespielt, mit ein bisschen mehr Glück hätten wir auch ein Tor schießen können. Aber das ist so im Fußball. Manchmal gehen von einigen Chancen zwei oder drei rein, manchmal eben nicht. Das wichtigste war, das Spiel zu kontrollieren und nicht viel zuzulassen.

Frage: Nach dem Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit ist Arsenals Torhüter Lukasz Fabianski zu Ihnen gekommen. Was hat er zu Ihnen gesagt?

Robben: Ach, nicht viel. Er war auf jeden Fall nicht aggressiv, falls Sie das meinen.

Frage: Bewerben Sie sich jetzt noch einmal als Elfmeterschütze beim FC Bayern?

Robben: Wir haben immer viel Vertrauen in den jeweiligen Schützen. Jetzt hat Thomas mal einen Elfmeter verschossen, das passiert eben. Vor eineinhalb Wochen gegen Schalke habe ich einen verwandelt. Wenn der Trainer will, dass ich die Elfmeter schieße, dann bin ich bereit.

Frage: Haben Sie einen Wunschgegner für das Viertelfinale?

Robben: Nein. Es werden acht Topmannschaften im Viertelfinale stehen. Das wird interessant und schön für die Zuschauer.

Aus der Allianz Arena berichtet David Schmidt