Der französische Nationalspieler Franck Ribery vom FC Bayern München ist zum Fußballer des Jahres 2008 in Deutschland gewählt worden.

Der 25 Jahre alte Mittelfeldstar des deutschen Rekordmeisters erhielt bei der seit 1960 durchgeführten Umfrage des Fachmagazins kicker unter Deutschlands Sportjournalisten mit 224 die Mehrheit der Stimmen und ist somit nach Ailton (2004) der zweite ausländische Spieler, der die Wahl gewann.

Platz 2 belegte Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack vom englischen Vizemeister FC Chelsea mit 115 Stimmen vor Bayerns Bundesliga-Torschützenkönig Luca Toni (108).

"Das freut mich sehr"

Ribery tritt die Nachfolge von Mario Gomez (VfB Stuttgart) an. Auf den Nationalstürmer entfielen diesmal immerhin noch 32 Stimmen, womit der 23-Jährige den 7. Platz belegte.

"Das freut mich natürlich sehr. Es ist schön für einen Sportler, auch mal selbst gelobt zu werden. Ich muss aber sagen, dass für mich die Titel, die wir mit der Mannschaft geholt haben, noch wichtiger sind", sagte Ribery.

Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge war entsprechend "glücklich und stolz" über die Wahl, bei der in Ribery, Toni, Philipp Lahm (4./69), Oliver Kahn (5./60), Lukas Podolski (9./18) und Bastian Schweinsteiger (10./6) immerhin sechs Bayern-Profis in den Top ten landeten: "Das ist ein einzigartiges Ergebnis und zeigt einmal mehr die Popularität und Qualität unserer Mannschaft."

Hitzfeld ist Trainer des Jahres

Trainer des Jahres wurde erwartungsgemäß Ottmar Hitzfeld. Der Ex-Trainer von Double-Gewinner Bayern, der nun die Schweizer Nationalelf betreut, erhielt 264 Stimmen. "Das ist sehr schön und macht mich sehr stolz. Ich freue mich sehr. Es ist eine Bestätigung für meine Arbeit", sagte Hitzfeld.

Platz 2 belegte Felix Magath vom VfL Wolfsburg mit 131 Stimmen vor Ralf Rangnick von Bundesliga-Neuling 1899 Hoffenheim (71). Bundestrainer Joachim Löw (55) kam auf Rang 5. Auf Vorjahressieger Armin Veh vom VfB Stuttgart entfielen zwei Stimmen (21.).

Titelsammler

Insgesamt 26 Titel, darunter auch der Weltpokal und die Champions League, hat Ottmar Hitzfeld in seiner einzigartigen und knapp 35 Jahre andauernden Karriere als Vereinstrainer gesammelt. Zum Abschluss erreichte er mit den Bayern zum dritten Mal das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokalsieg.

Damit hat Hitzfeld seinem Nachfolger Jürgen Klinsmann, der 2006 "Trainer des Jahres" war, ein schweres Erbe hinterlassen. Jetzt freut er sich auf seine neue Aufgabe als Nationaltrainer der Schweiz - und vor allem auf mehr Lebensqualität: "Ich muss nicht mehr täglich auf den Platz. Ich genieße es. Es geht mir richtig gut."

Birgit Prinz triumphiert zum achten Mal in Folge

Fußballerin des Jahres wurde mit 200 Stimmen zum achten Mal in Folge Birgit Prinz vom Triple-Gewinner 1. FFC Frankfurt. Sie verwies Nationaltorhüterin Nadine Angerer (Djurgardens IF/106 Stimmen) auf Platz 2. Dritte wurde in der ehemaligen Nationalkeeperin Silke Rottenberg (97) ebenfalls eine Spielerin vom 1. FFC Frankfurt.