Zusammenfassung

  • Reiss Nelson erzielte in vier Bundesligaspielen vier Treffer für die TSG 1899 Hoffenheim
  • Der 18-Jährige schoss sich mit zwei Toren gegen den 1. FC Nürnberg ins Rampenlicht
  • Jadon Sancho von Borussia Dortmund wusste, dass Nelson in Deutschland Erfolg haben würde

Köln - Beim 3:1 (0:1)-Auswärtssieg der TSG 1899 Hoffenheim gegen den 1. FC Nürnberg erzielte Reiss Nelson zwei Treffer für die Kraichgauer. Damit hübschte die 18 Jahre alte Leihgabe des FC Arsenal die eigene Statistik auf. In vier Bundesliga-Spielen erzielte Nelson vier Tore. Das erinnert an seinen Landsmann, auf dessen Anraten er nach Deutschland kam.

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Eine gewisse optische Ähnlichkeit ist den beiden Spielern nicht abzusprechen. Denn sowohl Jadon Sancho von Borussia Dortmund als auch Reiss Nelson von der TSG 1899 Hoffenheim sind leidenschaftliche Träger bemerkenswert voluminöser Haarpracht. Und noch eines ist den 18-Jährigen seit dem achten Bundesliga-Spieltag gemein: Sie sind bei Gegnern ihrer Mannschaften gefürchtet. Und während Sanchos Offensivstärke bereits seit dessen Wechsel zum BVB 2017 bekannt ist, hat sich Nelson im Trikot der Kraichgauer am Samstag endgültig ins Rampenlicht geschossen.

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Wuschelkopf Nelson bekam das Strahlen gar nicht mehr aus dem Gesicht. "Ich bin in einer sehr guten Phase, es läuft einfach im Moment. Aber der beste Reiss kommt erst noch", sagte der 18-jährige Engländer nach seinem Doppelpack beim 3:1 (0:1) der TSG Hoffenheim gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg.

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Vier Bundesligaspiele, vier Bundesligatore, die Leihgabe des FC Arsenal sorgt ebenso wie Landsmann Sancho in Dortmund gehörig für Furore. Für Nelson ist dies aber kein Grund abzuheben. "Es ist nur ein Schritt", sagte der Flügelstürmer, den auch Trainer Julian Nagelsmann lobte: "Er hat die Räume sehr gut genutzt, eine gute Präsenz gehabt."

Neues Selbstbewusstsein für die TSG

Für Nagelsmann war der Erfolg gegen die Franken keiner wie jeder andere. "Siege sind immer bedeutend", sagte der TSG-Trainer, setzte aber hinzu: "Vielleicht ist der noch ein bisschen bedeutender." Schließlich sorgte das 3:1 nach zuvor vier aufeinander folgenden sieglosen Partien für neues Selbstbewusstsein. Auch bei Nelson, obschon der 18-Jährige sich bescheiden zeigte: "Ich denke nicht, dass ich heute der Matchwinner war, aber ich bin natürlich froh, zwei Tore gemacht zu haben in solch einem wichtigen Spiel."

Jubel über den Treffer zum 1:1-Ausgleich: Reiss Nelson
Jubel über den Treffer zum 1:1-Ausgleich: Reiss Nelson © gettyimages / Adam Pretty/Bongarts

Nelson hat sich bewusst für die Bundesliga als Entwicklungsstation entschieden - auch auf Anraten von Sancho, mit dem er befreundet ist. "Jeder sucht einen eigenen Weg. Wenn du fleißig bist, wird deine Zeit kommen, egal, wo du bist", sagte Nelson, der seine Familie mit in den Kraichgau gebracht hat. Nagelsmann hofft, dass Nelson, der vergangene Woche in der englischen U21 überzeugend debütierte, auch am Dienstag in der Champions League gegen Olympique Lyon so weitermacht: "Die gute Quote darf er gerne bestätigen, das ist das Wichtigste bei jungen Spielern."

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Der 18-Jährige selbst glaubt an eine Fortsetzung. Das habe ihm ein Gespräch mit Sancho signalisiert. "Er weiß, dass ich ein schneller Spieler bin, der Eins-gegen-Eins-Situationen mag. Er sagte, dass es eine Menge dieser Situation in Bundesliga-Spielen gibt." Auch dieser Hinweis des Dortmunders habe ihm bei der Entscheidung, auf Leihbasis nach Hoffenheim zu wechseln, geholfen. "Als Spieler haben wir eine Menge Ähnlichkeiten. Also riet er mir, hierher zu kommen und hier mein Können zu zeigen." Die ersten Schritte sind ihm, wie er selbst sagt, gelungen. Weitere sollen folgen. Schließlich ist er noch jung: "Ich denke, ich habe noch eine ganze Menge Zeit in meiner Karriere und größere Dinge zu erreichen."

SID / Dominik Hamers