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Die Werkself überrolt St. Pauli mit 4:0 und feiert einen verdienten Sieg. Damit legt Leverkusen im Rennen um die Champions League vor
Die Werkself überrolt St. Pauli mit 4:0 und feiert einen verdienten Sieg. Damit legt Leverkusen im Rennen um die Champions League vor - © Christof Koepsel
Die Werkself überrolt St. Pauli mit 4:0 und feiert einen verdienten Sieg. Damit legt Leverkusen im Rennen um die Champions League vor - © Christof Koepsel
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Reifes Leverkusen setzt Maßstäbe

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Der deutliche 4:0-Heimsieg gegen St. Pauli verleiht Bayer 04 Leverkusen Rückenwind. Im engen Wettbewerb um die Champions-League-Ränge sammelt die Werkself nicht nur Punkte, sondern auch Selbstvertrauen.

Manchmal ist ein 4:0 mehr als nur ein Ergebnis. Der klare Heimsieg von Bayer 04 Leverkusen gegen den FC St. Pauli war so ein Abend. Nicht nur wegen der vier Tore. Sondern wegen der Art und Weise. Leverkusen legt mit einem Doppelschlag binnen 60 Sekunden früh den Grundstein und kontrolliert die Partie anschließend nahezu über die gesamte Spielzeit. Nach der Pause sorgt die Werkself mit weiterer Effizienz und defensiver Stabilität endgültig für klare Verhältnisse.

"So eine Leistung haben wir gebraucht“, sagte Cheftrainer Kasper Hjulmand nach Abpfiff – und wiederholte diesen Gedanken fast mit Nachdruck. Trotz vier Siegen und eines Remis in den vergangenen fünf Spielen habe ihm zuletzt etwas gefehlt. Gegen St. Pauli aber stimmte die Intensität. "Der Ball läuft sehr schnell und wir haben sehr viele Probleme für St. Pauli gemacht“, erklärte er. Vor allem die ersten 35 Minuten seien genau das gewesen, was er sehen wollte.

Patrick Schick bringt sein Team mit einem Kopfball in der 14. Minute mit 2:0 in Front - Christof Koepsel

Doppelschlag für Bayer eröffnet Partie

Binnen 60 Sekunden köpften Jarell Quansah und Patrik Schick die Werkself auf Kurs. Präsenz im Strafraum, Konsequenz in der Box – ein Thema, das intern zuletzt offen angesprochen worden war. "Wir haben selbstkritisch gesagt, dass wir mehr flanken und mehr in die Box rein müssen“, erklärte Jonas Hofmann. Genau das setzte Bayer um. "Man sieht, dass das einfache Fußballspiel effektiv sein kann.“

Quansah selbst sprach von einem Tor zur richtigen Zeit. "Ich war einfach am richtigen Ort“, sagte der Innenverteidiger, der nicht nur traf, sondern auch defensiv Stabilität verkörperte. Überhaupt sei vieles im Umbruch: "Wir sind eine neue Mannschaft, die sich gerade findet. Jede Woche andere Konstellationen, andere Formationen – das ist nicht einfach.“ Umso wichtiger sei es, eine stabile Basis zu schaffen. "Wenn wir hinten zu null spielen, gibt uns das enorm viel.“

Poku steht bei neun Scorern

Auch Ernest Poku unterstrich, wie viel Vertrauen aktuell im Kader steckt. "Ich bin sehr dankbar für die Minuten und das Vertrauen vom Trainer und der Mannschaft“, sagte der Torschütze zum 4:0, der mit seinem Treffer seine starke Saison untermauerte. Neun Torbeteiligungen stehen mittlerweile zu Buche. "Hoffentlich kommen noch mehr dazu.“

Mit nun 39 Punkten steht Leverkusen vorerst auf einem direkten Champions-League-Platz. Zwar könnten Stuttgart und Leipzig noch vorbeiziehen, doch Bayer hat ein Nachholspiel in der Hinterhand – und die Form im richtigen Moment gefunden.

Tapsoba freut sich über seinen zwischenzeitlichen Treffer zum 3:0. Der Leverkusener Verteidiger ist der auffälligste Mann auf dem Platz - Christof Koepsel

Push für die kommenden Spiele

Hjulmand sprach von einem "Push für die kommende Phase mit vielen Spielen“. Die Englischen Wochen beginnen, die Belastung steigt, die Spiele werden größer. Olympiakos wartet in der Champions League, in der Liga bleibt das Rennen eng.

"Wir müssen kämpfen, das ist die Grundlage“, sagte Quansah mit Blick auf die kommenden Aufgaben. Die Qualität mit Ball sei da – entscheidend werde sein, was man ohne Ball leiste.

Das 4:0 gegen St. Pauli war deshalb mehr als ein Pflichtsieg. Es war ein Beleg dafür, dass Leverkusen rechtzeitig zur heißen Phase wieder sein eigenes Niveau erreicht.