Zusammenfassung

  • Topfakt 1: RB Leipzig hat die längste aktuelle Siegesserie aller Bundesligisten aufzuweisen; die Sachsen gewannen die letzten vier Bundesliga-Spiele (alle mit einem Tor Differenz).

  • Topfakt 2: In der ersten Halbzeit lautete das Torschussverhältnis 7:2 für RB Leipzig, in der zweiten Halbzeit dann 9:8 für den VfB Stuttgart.

  • Topfakt 3: Bei seinem zehnten Bundesliga-Tor traf der Österreicher zum zweiten Mal von außerhalb des Strafraumes.

Leipzig - RB Leipzig hat auch ohne dauerhaften Powerfußball seinen Angriff auf die Spitze der Bundesliga fortgesetzt und die Generalprobe für die "Bayern-Festspiele" gemeistert. Der Vizemeister setzte sich zu Hause gegen den VfB Stuttgart mit 1:0 (1:0) durch und feierte den vierten Pflichtspielsieg in Folge.

FANTASY HEROES: Willi Orban, Bernardo (beide 14), Marcel Sabitzer (13)

Marcel Sabitzer (23.) erzielte vor 42.558 Zuschauern in der ausverkauften Leipziger Arena das Siegtor für die Sachsen, die am Mittwoch im DFB-Pokal zu Hause und am Samstag in der Bundesliga auswärts gegen den Rekordmeister Bayern München antreten. Aufsteiger VfB Stuttgart musste erneut Lehrgeld zahlen und wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison.

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Leipzig ließ es im Vergleich zum Hochdruck-Fußball der letzten Wochen etwas ruhiger angehen, lief den Gegner nicht so brutal schnell an. Im Spiel nach vorne hatten Emil Forsberg und Naby Keita zunächst Mühe, die Räume zu finden. So war es eine sehenswerte Einzelleistung von Sabitzer, die zum 1:0 führte. Der Österreicher fasste sich nach Zuspiel von Timo Werner ein Herz und schlenzte den Ball aus 20 Metern unter die Latte.

Andere Perspektive: Sabitzer schlenzt mit Links und darf kurz darauf jubeln
Andere Perspektive: Sabitzer schlenzt mit Links und darf kurz darauf jubeln © imago / Jan Huebner

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl hatte erneut mit Rotation auf die Belastungen der letzten Wochen geantwortet. Der Coach stellte im Vergleich zur Champions League auf vier Positionen um. Eigentlich sollte auch Torschütze Sabitzer eine Pause bekommen, doch nach einer kurzfristigen Verletzung von Bruma fand sich der Österreicher doch in der Startelf wieder - zum Glück für RB.

"Vor dem Tor wurde ich klasse freigespielt. Der Schuss hat dann genau gepasst. Jetzt freuen wir uns auf die Bayern-Woche." Marcel Sabitzer (Lukas Klostermann)

Werner stand gegen seinen Ex-Klub nach einer Blockade der Halswirbelsäulen-Muskulatur erstmals wieder in der Startelf und hatte einige gute Aktionen. Mitte der ersten Halbzeit scheiterte der 21-Jährige mit einem Flachschuss nur knapp. Werner hatte beim VfB den Sprung aus der Jugend in die Bundesliga geschafft, ehe er 2016 nach Leipzig wechselte. In der 61. Minute war dann Schluss für Werner, Jean-Kevin Augustin kam für ihn aufs Feld.

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Der VfB rechnete offenbar mit einem wilden Angriffswirbel des Vizemeisters und stellte sich den Leipziger mit zwei dicht gestaffelten Viererketten entgegen. Das Umschalten klappte bei der Mannschaft von Trainer Hannes Wolf gut, doch die Pässe in die Spitze oder auf die Außenpositionen kamen oft zu unpräzise.

"Wir haben endlich mal wieder zu Null gespielt und dann reicht vorn eben auch ein Tor. Stuttgart war ein mutiger Gegner." Lukas Klostermann (RB Leipzig)

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RB schonte ein wenig die Kräfte, ließ den Ball häufiger als sonst quer laufen. Keita und Forsberg strahlten dabei eine große Ruhe aus. Stuttgart wurde im zweiten Durchgang etwas mutiger. Takuma Asano tauchte frei vor dem Leipziger Tor aus, doch RB-Keeper Peter Gulacsi war rechtzeitig unten. Kurz darauf war es wieder Asano, der per Hacke nur den Pfosten traf. In der Shclussphase brachte Leipzig das Ergebnis souverän über die Zeit.

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SPIELER DES SPIELS: Marcel Sabitzer

Marcel Sabitzer erzielte wie schon in der Woche davor gegen Dortmund das erste Leipziger Tor, diesmal war es der 1:0-Siegtreffer. Dabei war der Österreicher erst kurz vor Anpfiff für den angeschlagenen Bruma in die Startelf gerückt. Der 23-Jährige gab auf dem Platz die meisten Torschüsse ab (vier) und bescherte RB Leipzig den vierten Sieg in Folge.  

Willi Orban (r.) ließ kaum etwas anbrennen. Der Leipziger Abwehrchef gewann überragende 19 seiner 26 Zweikämpfe
Willi Orban (r.) ließ kaum etwas anbrennen. Der Leipziger Abwehrchef gewann überragende 19 seiner 26 Zweikämpfe © gettyimages / Matthias Kern