RB Leipzig leiht Justin Kluivert für ein Jahr von der AS Rom aus - © getty images
RB Leipzig leiht Justin Kluivert für ein Jahr von der AS Rom aus - © getty images
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Justin Kluivert von RB Leipzig: Großer Name, viel dahinter

Sein Vater war einer der Großen im europäischen Fußball. Und wer Justin Kluivert spielen sieht, merkt, dass Papa Patrick ihm nicht nur den Namen, sondern auch eine großzügige Portion Talent mitgegeben hat. Bei RB Leipzig will der U21-Nationalspieler der Niederlande jetzt den nächsten Schritt machen.

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Auf den letzten Drücker wurde Julian Nagelsmann noch ein Wunsch erfüllt. Am letzten Tag der Transferperiode besorgte Sportdirektor Markus Krösche den Flügelstürmer, den der Trainer von RB Leipzig sich so sehr gewünscht hatte. Justin Kluivert wurde für ein Jahr von der AS Rom ausgeliehen. "Mit ihm lässt sich unser Offensiv-Spiel in der intensiven Saison, die vor uns liegt, noch variabler gestalten", stellte Krösche den 21-Jährigen vor.

Justins Vater Patrick wurde in jungen Jahren zur Legende seines Heimatvereins Ajax Amsterdam, als er im Champions-League-Finale 1995 das Siegtor gegen die AC Mailand schoss. Seine Blütezeit verbrachte er beim FC Barcelona - eine Karriere, die die Latte hoch gelegt hat für etwaige Nachahmer aus der eigenen Familie: Drei seiner vier Söhne sind Fußballer. Der vierte kickt in Barcelonas Talentschmiede La Masia, die Kluivert Senior seit 2019 leitet.

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Justin gibt an, dass ihm die Erwartungshaltung und die Vergleiche mit seinem erfolgreichen Vater nichts ausmachen: "Er hatte eine tolle Karriere, und ich werde hoffentlich auch eine haben." Sein Weg begann in der weltberühmten Ajax-Akademie, aus der er 2017 zu den Profis stieß. Als quirliger, 1,71 m großer Flügelstürmer ein gänzlich anderer Spielertyp als sein hünenhafter Vater, gelang es ihm schnell, die Ajax-Fans auf seine Art zu begeistern. Explosiver Antritt, magnetenhafte Ballkontrolle und zackige Finten bei höchstem Tempo. Dazu ein ebenso genauer wie wuchtiger Distanzschuss. Würden ihn Name und Gesicht nicht zweifelsfrei identifizieren, könnte man ihn glatt auch für den rechtsfüßigen Nachwuchs von Arjen Robben halten.

Nach 13 Toren und 10 Vorlagen in 56 Spielen verließ er 2018 die Komfortzone und wechselte zur Roma. Seine starke Quote konnte er in der stärkeren italienischen Liga zunächst bestätigen, doch seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Juni kam er saisonübergreifend nur noch auf 171 Einsatzminuten. Zu wenig für einen Spieler seines Potenzials und seiner Ambitionen. Da kam das Interesse aus Leipzig genau im richtigen Moment. "RB Leipzig hat mir in den guten Gesprächen aufgezeigt, dass der Wechsel hierhin ideal ist, um mich weiterzuentwickeln", erzählt Kluivert.

Die sächsische Symbiose aus Jugend und Erfolg hat sich über die Landesgrenzen hinaus herumgesprochen. Talenten im Ausland bleibt nicht verborgen, welche Möglichkeiten junge Spieler beim Champions-League-Halbfinalisten regelmäßig bekommen. Kluivert will "den sprichwörtlichen nächsten Schritt machen und der Mannschaft helfen. Mein Ziel ist es, hier Spielpraxis zu sammeln." Und die Latte für die nächsten Kluivert-Generationen vielleicht noch ein bisschen höher legen.