Zusammenfassung

  • Mönchengladbach gehört wieder zur Spitzengruppe der Bundesliga.

  • Raffael feierte jüngst sein Comeback.

  • Lars Stindl zeigt seit vier Spielen erneut, was in ihm steckt.

Mönchengladbach - Daran, dass Borussia Mönchengladbach in dieser Saison eines der Top-Teams der Bundesliga ist, bestehen wohl keine Zweifel mehr. Tabellenplatz zwei nach zehn Spieltagen, die zweitbeste Tordifferenz nach Spitzenreiter Dortmund - und die Vorzeichen stehen gut, dass die Fohlen nicht nachlassen, sondern eher nachlegen. Denn zu den Leistungsträgern des Saisonstarts kamen kürzlich zwei Spieler hinzu, auf die verletzungsfrei eigentlich immer Verlass ist: Raffael und Lars Stindl.

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"Wir liegen aktuell vielleicht etwas über den Erwartungen", sagte Trainer Dieter Hecking zum Vorbereitungsstart auf das kommende Auswärtsspiel beim SV Werder. "Das ist für uns Herausforderung und Ansporn zugleich, es auch in Bremen wieder gut zu machen. Als Ansporn dient seinen Borussen in den nächsten 24 Partien sicher auch die Aussicht, sich nach zwei Jahren Abstinenz wieder für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren.

Video: Bremen empfängt Gladbach - ein Spitzenspiel

Das Duo gesellt sich zum Trio

Beim Unterfangen Europa kann Hecking jetzt auch auf zwei Akteure zurückgreifen, die in den letzten Jahren viel für den Gladbacher Erfolg taten. Kapitän Stindl kehrte bereits Anfang Oktober zurück, nähert sich nach und nach seiner Top-Form. Offensivkollege Raffael absolvierte vor wenigen Tagen sein erstes Spiel seit Anfang September, kam dabei auf über eine Stunde Einsatzzeit. Seit 2015 spielen die beiden Angreifer für die Mannschaft vom Niederrhein, bildeten in der Vergangenheit meist das Sturmduo im 4-4-2. Im neuen 4-3-3 agierten sie noch nicht gemeinsam, können aber je mehrere Positionen einnehmen. Stindl erzielte in 95 Bundesliga-Duellen für die Fohlen 25 Tore, bereitete zudem 22 vor. Raffael netzte in 146 Vergleichen 56 Mal ein, gab ebenfalls 22 Assists. Das Duo wird die Borussia in der Offensive nochmals wesentlich unberechenbarer machen.

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Raffael und Stindl kommen in ein System, in dem bislang vor allem Neuzugang Alassane Plea, Thorgan Hazard und Jonas Hofmann für Torgefahr sorgten. Das war auch kürzlich beim 3:0 gegen Düsseldorf der Fall: Hazard traf doppelt, Hofmann einmal, Plea bereitete einen Treffer vor. Fünf verlässliche Torjäger gehen ab jetzt also auf die Jagd - eine Bärenaufgabe für jede gegnerische Defensive.

Video: Plea, Hazard und Hofmann - das dynamische Fohlen-Trio

Mit Angriffsfeuerwerk nach Europa

Raffael und Stindl ergänzen also ein Team, dem in zehn Partien schon 23 Tore gelangen. Nur der BVB schoss mehr, die Torfabrik der anderen Borussia traf bereits 30 Mal. Durchaus vorstellbar, dass die Hecking-Mannen ihren hervorragenden Trefferschnitt halten und am Ende der Spielzeit auf zwei Tore oder mehr pro Spiel kommen - mit Raffael, Stindl, Plea, Hazard und Hofmann.

>>> Video: Gladbach ohne Probleme gegen Düsseldorf

Halten sie auch ihren Punkteschnitt - der beträgt derzeit zwei Zähler pro Duell - sollte das zur Teilnahme an der Champions League in der nächsten Saison führen. 68 Punkte bedeuteten seit 2006/07 immer die direkte Qualifikation für den begehrtesten internationalen Wettbewerb. "Wir liegen aktuell vielleicht etwas über den Erwartungen", sagte Hecking. Dass Gladbach seine langfristigen Erwartungen erfüllt, ist keine gewagte Wette mehr. Passiert das, können Raffael, Stindl und Co. schon bald auf europäischen Rasen auf Torejagd gehen.