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Jungstar im Fokus: Philipp Lienhart vom SC Freiburg - © DFL Deutsche Fußball Liga
Jungstar im Fokus: Philipp Lienhart vom SC Freiburg - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Philipp Lienhart vom SC Freiburg: Kämpfer mit königlicher Erfahrung

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Während in der Bundesliga aktuell der Spielbetrieb ruht, richten wir den Fokus auf einen Durchstarter pro Club - hier Philipp Lienhart vom Sport-Club Freiburg. Für ihn verlief die aktuelle Saison bis dato nicht durchweg optimal. Der Innenverteidiger spielte ein starkes erstes Saisondrittel, wurde dann aber von einem Muskelfaserriss und einer Schulter-OP ausgebremst. Jetzt will der 23-Jährige wieder durchstarten und unter Beweis stellen, dass nicht nur seine Vergangenheit glanzvoll ist.

Ein bisschen muss sich Philipp Lienhart wie im Film-Klassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier" vorkommen. Dort erlebte ein Wetteransager ein und denselben Tag immer und immer wieder. Die Zeitschleife, in der sich für Lienhart die Ereignisse gleichen, ist freilich länger, aber nicht minder frustrierend.

Seit der Österreicher im Sommer 2017 zum Sport-Club Freiburg wechselte, erarbeitete er sich immer zu Beginn einer Saison einen Platz in der Stammformation, nur um dann in unschöner Regelmäßigkeit von Verletzungen ausgebremst zu werden.

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Philipp Lienhart weiß seinen Körper im Zweikampf einzusetzen - Alexander Scheuber/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images

Nur fünf Fouls in über 1000 Minuten

"Die Verletzungen kamen eigentlich immer zum schlechtesten Zeitpunkt", resümierte Lienhart vor Beginn der aktuellen Spielzeit im Gespräch mit seinem Club mit Blick auf die ersten beiden Jahre in Freiburg. Es spricht für den Innenverteidiger, dass er sich davon nie nachhaltig aus der Bahn werfen ließ. Auch in der aktuellen Situation halfen ihm Wille und Einsatz, um in den jüngsten beiden Partien wieder zur Startelf zu gehören.

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Zweifel an Lienharts Fähigkeiten hegt im Breisgau ohnehin niemand. Deswegen war es auch folgerichtig, dass der Club im letzten Sommer den Vertrag mit seinem Defensivspieler verlängerte. Neben Kopfballstärke ist es besonders die Zweikampfführung, an der sich sein Talent ablesen lässt. Lienhart versteht es, seinen Körper gut einzusetzen, antizipiert Situationen hervorragend und geht äußerst geschickt in die direkten Duelle. Das alles führt dazu, dass er in dieser Saison in 1.171 Minuten lediglich fünf Fouls begangen hat.

Training mit Ramos und Ronaldo

Die erwähnten Stärken waren derweil auch ausschlaggebend für das sicherlich schillerndste Kapitel seiner noch immer jungen Karriere. Nach einer starken U19-Europameisterschaft 2014 in Ungarn meldete sich auf einmal Real Madrid bei Lienhart und lotste den jungen Österreicher in die pulsierende spanische Metropole. Bei den Königlichen kam er zwar nur zu einem Einsatz in der Profimannschaft, konnte aber im Training unter Zinedin Zidane und mit Spielern wie Sergio Ramos und Christiano Ronaldo wertvolle Erfahrungen sammeln.

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Natürlich ist die Zeit in Madrid, in der als Mitglied des gemeldeten Kaders auch ohne Einsatz offiziell zwei Mal Champions-League-Sieger wurde, immer mal wieder ein Thema. Er habe sich daran gewöhnt, sagt Lienhart dazu, zumal er sich Schlimmeres vorstellen kann, als darauf angesprochen zu werden, dass er einst bei Real Madrid unter Vertrag stand. Und dennoch zählt für ihn aktuell nur der SC Freiburg. Dort möchte er wieder glänzen – und natürlich verletzungsfrei bleiben.