München - Die Gruppen für die am 18. September beginnende Champions-League-Vorrunde stehen fest - und für Borussia Dortmund hätte es in der "Meistergruppe" D eigentlich kaum dicker kommen können. Der FC Bayern München und FC Schalke 04 sind dagegen glimpflicher davongekommen.

bundesliga.de hat die ersten Reaktionen von Spielern und Verantwortlichen gesammelt.

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): Diese Gruppe löst ausschließlich Vorfreude, Gänsehaut und Nervenkitzel aus. Natürlich schieben Manchester City und Real Madrid ganz andere Summen von A nach B als wir das können. Aber dies wird uns nicht hemmen. Und wir haben nicht das Gefühl, mit ihnen konkurrieren zu müssen im Sinne, wer ist schöner, wer ist größer, wer ist teurer? Sondern wir wollen an diesem einen Tag ihr unangenehmster Gegner sein. Diese Gruppe ist eine phantastische Geschichte.

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund): Das ist die Hammergruppe der diesjährigen Champions-League-Auslosung. Aber genau wie wir erst einmal geschluckt haben, werden dies auch unsere Gegner gemacht haben.

Sebastian Kehl (Kapitän Borussia Dortmund): Das ist eine Wahnsinnsgruppe. Viel stärkere Gegner als Madrid und Manchester hätten wir nicht ziehen können. Natürlich ist es immer ein Riesenerlebnis, im Estadio Santiago Bernabeu oder auf englischem Boden spielen zu können. Aber ich hätte mir ehrlich gesagt das eine oder andere leichtere Los erhofft.


Jupp Heynckes (Trainer FC Bayern München): Das ist sicherlich eine machbare Gruppe für uns - auf dem Papier. Aber die Champions League ist schwierig, da heißt es jeden Gegner zu respektieren. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn es losgeht.

Matthias Sammer (Sport-Vorstand FC Bayern München): Das ist ein mittelschweres Los. Unsere Zielstellung ist klar: Wir wollen in die nächste Runde und zwar als Erster. Bei eigener starker Leistung werden wir uns durchsetzen, in einer schlechten Verfassung bekommt man aber Probleme. Valencia ist eine Topmannschaft in Spanien, wir werden uns gut vorbereiten.

Philipp Lahm (Kapitän FC Bayern München): Wir standen im vergangenen Jahr im Finale, da müssen wir die Gruppenphase überstehen. Valencia sehe ich noch als stärken Gegner in dieser Gruppe, allerdings ist es für uns Pflicht, ins Achtelfinale zu kommen - am besten als Gruppenerster.


Huub Stevens (Trainer FC Schalke 04): In der Champions League gibt es keine leichten Gegner. Wir treffen auf den französischen und den griechischen Meister. Dazu kommt Arsenal, ein absoluter Topverein, gegen den wir vor einigen Jahren bereits einmal in der Champions League gespielt haben. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Arsene Wenger und Lukas Podolski, mit dem ich damals beim 1. FC Köln ein Jahr zusammen gearbeitet habe.

Horst Heldt (Manager FC Schalke 04: Wir haben bereits im Vorfeld gesagt, dass wir die Gruppe überstehen wollen, aber es werden spannende Spiele: Es geht gegen den französischen Meister, der noch keinen großen Namen, aber einen finanzstarken Club wie Paris Saint-Germain hinter sich gelassen hat. Gegen den griechischen Meister, der von seinen Fans enthusiastisch unterstützt wird. Und natürlich gegen Arsenal mit Prinz Poldi, das in England auch ohne Robin van Persie zu den Titelkandidaten zählt. Unser Ziel muss es sein, in dieser Gruppe Zweiter zu werden.

Benedikt Höwedes (Kapitän FC Schalke 04): Das ist eine sehr interessante Gruppe. Ganz besonders freue ich mich natürlich auf die beiden Duelle gegen den FC Arsenal. Mit Lukas Podolski und Per Mertesacker spielen zwei Profis dort, mit denen ich mich sehr gut verstehe. Piräus und Montpellier sind schwer einzuschätzen. Dass beide Clubs in ihren Ligen Meister geworden sind, sagt schon einiges aus.