
Per Mertesacker wird neuer DFB-Geschäftsführer Sport
Der Weltmeister von 2014 übernimmt zum 1. Januar 2027 die Verantwortung für die Nationalmannschaften und die DFB-Akademie. Er folgt auf Andreas Rettig.
Per Mertesacker übernimmt eine wichtige Position beim Deutschen Fußball-Bund. Der frühere Nationalspieler und langjährige Leiter der Nachwuchsakademie des FC Arsenal wird ab dem 1. Januar 2027 Geschäftsführer Sport des DFB.
Damit übernimmt er eine zentrale Rolle bei der sportlichen Ausrichtung des Deutschen Fußball-Bundes und bei der Weiterentwicklung der deutschen Talentförderung.
Erfahrung als Spieler und Nachwuchsentwickler
Der heute 41-Jährige bringt sowohl internationale Erfahrung aus dem Spitzenfußball als auch umfassende Kenntnisse in der Nachwuchsarbeit mit. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere übernahm Mertesacker 2018 die Leitung der Akademie des FC Arsenal. Dort war er acht Jahre lang für die Ausbildung und Entwicklung junger Spieler verantwortlich.
Zuvor hatte Mertesacker selbst sieben Jahre für den Londoner Premier-League-Klub gespielt und mit Arsenal dreimal den FA Cup gewonnen. In Deutschland stand der Innenverteidiger für Hannover 96 und SV Werder Bremen auf dem Platz. Mit Bremen gewann er 2009 den DFB-Pokal.

"Der deutsche Fußball verfügt über enormes Potenzial"
Auch seine Laufbahn in der deutschen Nationalmannschaft war von großen Erfolgen geprägt. Mertesacker absolvierte 104 Länderspiele und gehörte 2014 zum deutschen Weltmeisterteam in Brasilien. Darüber hinaus erreichte er mit der DFB-Auswahl 2006 und 2010 jeweils das WM-Halbfinale sowie 2008 das Finale der Europameisterschaft.
Mertesacker bezeichnet seine Rückkehr zum DFB als besondere Aufgabe. Der Kontakt zum Verband sei auch nach dem Ende seiner Nationalmannschaftskarriere nie abgerissen. "Der deutsche Fußball verfügt über enormes Potenzial", erklärte der künftige Geschäftsführer. Gemeinsam mit den Verantwortlichen wolle er Bedingungen schaffen, in denen sich Spielerinnen und Spieler von der Basis bis zu den Nationalmannschaften bestmöglich entwickeln können.

Rettig lobt seinen Nachfolger
DFB-Präsident Bernd Neuendorf würdigte Mertesacker als eine der herausragenden Persönlichkeiten des deutschen Fußballs. Neben seiner Erfahrung als Nationalspieler hob Neuendorf besonders dessen Arbeit in einer der renommiertesten Nachwuchsakademien Europas hervor.
Andreas Rettig bezeichnete Mertesacker als integre Persönlichkeit, die den internationalen Fußball aus verschiedenen Perspektiven kenne: als Nationalspieler, Weltmeister und Nachwuchsentwickler.
Gerade diese Vielseitigkeit mache ihn für den DFB besonders wertvoll. Mertesacker soll künftig dafür sorgen, dass Nationalmannschaften, Talentförderung und sportliche Entwicklung noch enger miteinander verbunden werden.