Bad Waltersdorf/Österreich - Bei einem geht der Infekt, beim anderen ist er dazu gekommen. Während es aus Bremen am Freitag (30. Juli) positive Signale von Mittefeldspieler Tim Borowski gab, der sein Fieber überwunden hat und bei weiter anhaltendem günstigen Verlauf seiner Erkrankung am Samstagnachmittag den Flieger nach Österreich besteigen könnte, muss Cheftrainer Thomas Schaaf seit Freitagvormittag auf Petri Pasanen verzichten.

Der Finne absolvierte die Laufeinheit am Wagerberg noch mit, fühlte sich aber nach der Heimkehr sehr schlapp. "Wir wollen auf Nummer sicher gehen und haben ihn deshalb nach dem Laufen aus dem Trainingsprogramm genommen. Wir hoffen, dass er nach einem Tag Pause schon wieder die Belastung steigern kann", berichtete Thomas Schaaf, der sich mit der Länge der Erkrankungs- und Verletztenliste unzufrieden zeigte.

"Das kann mich natürlich nicht zufrieden stellen, wenn mir Stammspieler wie Naldo jetzt schon so lange fehlen. Ich habe ihn ein Mal beim Trainingsstart kurz gesehen, dann musste er schon wieder abbrechen. Das stört mich wahnsinnig, weil ich auch weiß, dass es nicht nur eine Momentaufnahme ist, sondern dass sich die negativen Folgen weiter durchziehen werden. Er braucht dann auch Zeit, um wieder in Topform zu kommen. Wenn wir etwas erreichen wollen, dann brauchen wir jeden Spieler."

Prödl "muss seine Ansprüche deutlich untermauern"

Letzteres gilt nun vor allem auch für Abwehrspieler Sebastian Prödl, der die Lücke ausfüllen könnte. Schaaf stellt klar: "Ich habe mit Sebastian gesprochen, dass es jetzt an der Zeit ist, eine Marke zu setzen. Dabei geht es nicht darum, ob Mertesacker oder Naldo vor ihm stehen oder nicht, sondern es geht darum zu sehen, ob Prödl voll da ist. Er muss zeigen, wo er sich positionieren will. Er muss seine Ansprüche deutlich untermauern."

Der Österreicher scheint den Wink des Trainers verstanden zu haben und gibt sich selbstbewusst. "Ich bin bis jetzt gut durch die Vorbereitung gekommen, habe keine Verletzung. Dass ein Spieler wie Naldo jetzt verletzt ist, ist schade für Werder, doch wir haben einen breiten Kader, der dafür da ist, solche Situationen aufzufangen."