Berlin - Nach der Trennung von Coach Jos Luhukay hat Pal Dardai bei Hertha BSC die Verantwortung übernommen. Gemeinsam mit Co-Trainer Rainer Widmayer soll er die Hertha wieder auf Kurs bringen.

Der 38-Jährige weiß um die brenzlige Situation und legt den Fokus sofort auf das Sportliche. "Ich will jetzt nicht viel reden. Wir haben nur wenig Zeit. Die Mannschaft hat eine enorme Qualität, und mit einer positiven Stimmung wollen wir in zwei Tagen gegen Mainz schon wichtige Punkte sammeln", sagt der neue Mann an der Seitenlinie.

"Er hat eine Blau-Weiße Vergangenheit"

Von den Verantwortlichen bekommt er bei seiner schwierigen Mission volle Rückendeckung. "Ich kenne ihn schon lange. Er hat eine Blau-Weiße Vergangenheit und wird uns mit seiner Erfahrung und seinem Arbeitseifer in dieser schwierigen Situation helfen", erklärte Manager Michael Preetz.

Neben Dardai setzt man bei der Hertha auch große Hoffnungen in Co-Trainer Widmayer, der in Berlin bereits unter Markus Babbel gearbeitet hatte. "Ich habe ihn angerufen. Er hat um etwas Bedenkzeit gebeten. Nach fünf Minuten hat er mich zurück gerufen und zugesagt", so Preetz.

Dardai ein absoluter Fan-Liebling

Für Cheftrainer Dardai war die Personalie Widmayer sogar eng mit seiner eigenen Zusage verknüpft. "Es war mein Wunsch mit so einem hochqualifizierten Coach wie Widmayer zusammenzuarbeiten, weil ich noch in der Ausbildung bin", sagt der frühere U15-Coach, der aktuell ebenfalls die ungarische Nationalmannschaft betreut.

Bei der Hertha ist Dardai ein absoluter Fan-Liebling. In seiner aktiven Zeit bei den Herthanern absolvierte er 286 Bundesliga-Spiele (17 Tore), elf Begegnungen in der 2. Bundesliga, 23 Regionalliga-Partien und neun Spiele in der Oberliga. Zudem vertrat er die Hertha insgesamt 42-mal im Europapokal: Sieben Mal lief er in der Champions League auf, 35-mal UEFA-Cup bzw. in der Europa League.