Die Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) bietet neben dem Sport jede Menge Randgeschichten. bundesliga.de präsentiert diese täglich in den WM-Splittern:

++++ Schlechtes Omen für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft: Orakel-Krake Paule hat der Löw-Elf für das WM-Halbfinale am Mittwoch in Durban gegen Spanien einen bitteren Ausgang prophezeit. Paule, der mit seinen Deutschlands-Tipps bei der WM in Südafrika bislang immer richtig gelegen hatte, entschied: Sieger des Halbfinals wird Spanien.

Der Tintenfisch hatte als Besucher-Attraktion im Oberhausener Sea Life zwei Futterbehälter mit Miesmuscheln zur Auswahl. Nach längerem Zögern entschied sich die Krake für den Plastikbecher mit der spanischen Flagge und entnahm dort den Leckerbissen.

Einziger Trost für die deutschen Fans. Auch Paule kann sich irren. Allerdings liegt das schon eine ganze Weile zurück. Zuletzt tippte die Krake das EM-Finale 2008 zwischen Deutschland und Spanien (0:1) falsch, als er auf die DFB-Elf als Sieger festgelegt hatte.

++++ Nach dem schwachen Abschneiden der afrikanischen Teams bei der WM in Südafrika hat der ehemalige liberianische Star George Weah die Strukturen im afrikanischen Fußball kritisiert. "Afrika hat den Willen und die Talente. Aber wenn wir die Spieler nicht ermutigen, werden wir auch bei zukünftigen Weltmeisterschaften Enttäuschungen erleben", sagte der Weltfußballer von 1995. "Wir müssen noch einmal von vorne anfangen und die Fehler korrigieren."

Fünf der sechs in Südafrika angetretenen afrikanischen Teams wurden von ausländischen Trainern betreut. Nur Algerien setzte in Rabah Saadane auf einen Coach aus dem eigenen Land. Für Weah ist das der falsche Weg.

"Es ist an der Zeit, in unsere eigenen Trainer zu investieren, die nah an den Spielern dran sind", forderte der ehemalige Milan-Profi: "Wir dürfen keine Trainer bezahlen, die nur des Geldes wegen kommen und zwei oder drei Wochen nach dem Turnier wieder verschwinden."

++++ Nach der Aufhebung des Bannstrahls für die "Super Eagles" durch die nigerianische Regierung am Montag hat auch der Fußball-Weltverband FIFA von allen Sanktionen Abstand genommen. Nach Angaben der FIFA versicherte Staatspräsident Goodluck Jonathan in einem Brief, dass Nigerias Regierung den Nationalmannschaften nicht länger verbietet, in den kommenden zwei Jahren an jeglichen internationalen Wettbewerben teilzunehmen.

Nigerias Staatspräsident Jonathan hatte in der vergangenen Woche die Auswahl aufgrund des enttäuschenden Abschneidens bei der WM in Südafrika für zwei Jahre von allen internationalen Wettbewerben zurückgezogen und eine Neuorganisation des nigerianischen Fußballs angeordnet.

Die Regeln der FIFA untersagen aber ausdrücklich staatliche Einmischung in die Belange der autonomen Fußball-Verbände. Hätte die nigerianische Regierung nicht eingelenkt, wäre eine Suspendierung des nigerianischen Verbandes durch die FIFA unvermeidbar gewesen.