Der Europapokal-Krimi des Hamburger SV gegen Eindhoven hat seine Spuren hinterlassen. Das Sprunggelenk von Mladen Petric sah schon kurz nach den nervenaufreibenden 95 Minuten im Philips-Stadion nicht gut aus.

Orlando Engelaar hatte den HSV-Stürmer zuvor rüde von den Beinen geholt. Nach der Rückkehr nach Hamburg ging es für Petric deshalb schnell zur Kernspintomographie. Dort bestätigte sich der erste Verdacht: Ein Band ist leicht angerissen. Eine schmerzliche Angelegenheit, doch der Kroate will weiter alles versuchen, um gegen Bayern dabei zu sein.

Petric und Jansen auf der Kippe

"Es fühlt sich schon besser an, als direkt nach dem Spiel. Wir werden morgen abwarten und dann entscheiden", gibt Petric die Hoffnung nicht auf. Diese hat weiterhin auch Marcell Jansen.

Mit den Nachwirkungen seines grippalen Infekts absolvierte der Nationalspieler am Freitag eine Einheit auf dem Laufband. "Grünes Licht" für einen Einsatz im Nord-Süd-Klassiker konnte er aber nicht geben.

"Er fühlt sich noch nicht ganz wohl und steht auf der Kippe", verkündete Trainer Bruno Labbadia auf der Pressekonferenz. Nach dem Abschlusstraining am Samstag wird die endgültige Entscheidung getroffen.

Risiko zu groß für Ruud van Nistelrooy

Diese ist bei Ruud van Nistelrooy bereits gefallen. Der Niederländer entschied nach seiner Einheit mit Athletik-Trainer Markus Günther nach der Europapokal-Partie auch den Einsatz beim FC Bayern München aufgrund seiner Oberschenkel-Probleme abzusagen. "Ich wäre gerne dabei gewesen, aber es macht noch keinen Sinn. Das Risiko ist zu groß", so van Nistelrooy.

Dafür kehrt Kapitän David Jarolim wieder in die Mannschaft zurück. Der Kapitän hatte aufgrund seiner Gelbsperren zuletzt sowohl die Heimpartie in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt, als auch den Europapokalfight gegen Eindhoven von draußen verfolgen müssen. Jetzt ist der Dauerläufer zurück und kann seine Spuren wieder auf dem Feld hinterlassen. In München hat er dazu sicherlich genug Möglichkeiten.