Doppelter Einsatz heißt es am Samstag, 30. August für das Bochumer Fan-Projekt. Genauer gesagt für die Fanprojekt-Mitarbeiter, die sich um das Angebot Streetsoccer kümmern.

Zum einen bauen die Bochumer ihre mobile Fußballanlage für ein Schulfest auf, gleichzeitig wird in einem anderen Bochumer Stadtteil eine Torwand und eine Anlage zum Messen der Schussgeschwindigkeit aufgestellt.

Streetsoccer-Projekt als präventives Angebot

Die Nachfrage ist also groß für Streetsoccer, das das Fanprojekt des Bundesligisten seit 2004 anbietet. Sinn und Zweck des Angebots erklärt das Bochumer Fan-Projekt auf seiner Homepage:

"In Zeiten knapper werdender Bewegungs- und Freizeiträume in den Stadtteilen können damit Kinder und Jugendliche in ihrer primären Lebensumgebung, nämlich der Straße, angesprochen und erreicht werden.

Sport und Spiel beeinflusst positiv

In diesem Zusammenhang wird das Street-Soccer-Projekt als präventives Angebot verstanden, dass durch Sport und Spiel die soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen positiv beeinflusst."

Benjamin Bödecker erklärt es noch genauer. Der Diplom Sozialarbeiter- und pädagoge betreut die "25 bis 40 Veranstaltungen", die zwischen April und Oktober stattfinden - oft in sozialen Brennpunkten.

Ohne Schiedsrichter

"Der Spaß an der Sache, das Fußball spielen steht eindeutig im Vordergrund. Es wird auch ohne Schiedsrichter gespielt, strittige Entscheidungen sollen die Spieler möglichst untereinander regeln", erklärt Bödeker.

Allerdings ist das Fanprojekt immer mit einem Spielbeobachter vor Ort. Das können auch Studenten sein, die für das Fanprojekt arbeiten und mit dem Thema vertraut sind.

Denn es gibt ein Regelwerk für Streetsoccer, nach dem der Spielbeobachter auch Strafzeiten aussprechen kann. Grätschen ist verboten, drei Spieler und zwei Auswechselspieler bilden eine Mannschaft. 20 bis 25 Mannschaften sind meist pro Turnier am Start.

Integrativer Aspekt wichtig

Wichtig ist natürlich auch der integrative Aspekt. Viele Streetsoccer-Teilnehmer kommen aus Familien mit Migrationshintergrund. Gegenseitiger Respekt und Fairplay wird groß geschrieben.

Das Streetsoccer-Angebot der Bochumer hat sich inzwischen rumgesprochen. Neben Schulen nehmen Jugendfreizeithäuser oder die Kommune gerne die mobile Fußballanlage in Anspruch, die dank der Unterstützung der örtlichen Stadtwerke in der Regel kostenlos zur Verfügung gestellt wird.