Darmstadt - Torsten Frings hat bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des SV Darmstadt 98 deutlich gemacht, dass er sich beim Schlusslicht der Bundesliga nicht ausschließlich als Retter sieht. Beim Kampf um den Klassenerhalt setzt der 40-Jährige vor allem auf die besondere Lilien-DNA.

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"Ich bin mir sicher, dass wir ab dem ersten Spieltag 2017 eine Mannschaft sehen werden, die diese Darmstädter Tugenden - Herz, Einsatz, Leidenschaft, Teamgeist - auf den Platz bringt", betonte der 40-Jährige. Dass die Verbindung Frings-Darmstadt "überragend" passe, davon ist Frings auch aufgrund seiner eigenen Vita überzeugt: "Ich war als Spieler selbst jemand, der über den Kampf, die Einstellung und den Willen gekommen ist."

Es sind diese Kämpfertugenden, mit denen Frings das nächste Märchen in Darmstadt schreiben will. "Ich glaube hundertprozentig daran, dass wir es noch packen können, und ich weiß auch, dass die Mannschaft noch daran glaubt", versicherte Frings, der sich bereits viel mit den Spielern ausgetauscht hat. Sein Fazit nach den "ehrlichen und kritischen" Gesprächen: "Alle sind unheimlich heiß, es viel besser zu machen und diese Tugenden aufleben lassen." Ab dem 3. Januar bietet sich dem Team und Trainerstab diese Möglichkeit - dann nämlich fällt der Startschuss für die Vorbereitung. Frings: "Wir alle wissen, dass es eine sehr schwere Aufgabe wird, aber wir haben den Glauben und den Mut, um das anzupacken."

Hundertprozentiges Vertrauen

Dass Frings mit seinen Ansichten und Einstellungen zur Lilien-DNA passen dürfte, klang auch an anderen Stellen bei seiner Vorstellung hervor. "Ich möchte ein Trainer sein, der sehr nah an der Mannschaft dran ist und mit dem die Mannschaft immer flachsen kann, ohne dass sie Angst haben muss, eine Runde laufen zu müssen", beschrieb sich der ehemalige Nationalspieler: Wenn das Verhältnis stimmt und die Mannschaft hundertprozentiges Vertrauen hat, dann geht sie für einen durchs Feuer." Das haben die Lilien in den vergangenen Jahren bereits mehrfach bewiesen. Und zeigten mit dieser Einstellung, dass - wenn alle zusammen halten und Hand in Hand arbeiten - auch scheinbar Unmögliches möglich gemacht werden kann.

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Dieses berühmte Feuer spürte auch Präsident Fritsch auf Anhieb bei Frings: "Wir haben niemanden gesucht, der die Tätigkeit bei Darmstadt 98 als Job versteht, sondern als Chance. Jemanden, der Darmstadt 98 mit seinen Gegebenheiten annimmt und Lust hat, die Lilien ein Stück weit weiterzuentwickeln." Am Ende dieser Trainersuche, in der man auf die nötige Leidenschaft und Motivation, aber auch die Spielphilosophie geachtet habe, stand der Name "Torsten Frings".

Quelle: www.sv98.de