Offenbach - Max Kruse und Patrick Herrmann haben Borussia Mönchengladbach mit ihren Toren ins Viertelfinale des DFB-Pokals ageschossen. Am Ende war es ein ungefährdeter 2:0 (0:0)-Sieg des Bundesligisten, der gegen die starken Kickers Offenbach aber viel Mühe benötigte.

Nationalspieler Kruse traf per Handelfmeter erst in der zweiten Halbzeit (52.) zur Führung für das Team von Trainer Lucien Favre, das gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Amateure aus der Regionalliga Südwest aber vor allem in der ersten Halbzeit große Schwierigkeiten hatte. Für die Entscheidung sorgte Herrmann (83.).

"Es war ein hartes Stück Arbeit heute. Der Platz war sehr schwer. Die Offenbacher haben alles dagegen gestemmt, was sie hatten. Dafür haben sie sich Respekt verdient", sagte Gladbachs André Hahn bei Sky. "Die Mannschaft hat hier einen unglaublichen Fight abgeliefert. Wir haben mit Herz und Leidenschaft agiert, und Gladbach hat nicht seine normale Form gezeigt. Deshalb waren wir zumeist auf Augenhöhe", ergänzte der Offenbacher Markus Müller, der den Handelfmeter verursacht hatte.

Hahn an alter Wirkungsstätte

Die 20.500 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Bieberer Berg hofften am Ende vergebens auf die Sensation - im Viertelfinale (7./8. April) steht damit kein Amateurklub mehr.

Favre hatte sein Team nach der 2:0-Generalprobe gegen den SC Paderborn auf mehreren Position verändert. Von Beginn an spielte unter anderem der Ex-Offenbacher André Hahn (fünf Tore in 44 Kickers-Spielen), der schon vor dem Anpfiff von den OFC-Fans mit Sprechchören gefeiert wurde.

Kaltstart für den OFC

Das Spiel machten aber in der ersten Halbzeit die Amateure, die mit hohem Kraftaufwand um jeden Zentimeter Rasen kämpften. Selbst Gladbach-Torwart Yann Sommer wurde bei nahezu jeder Aktion früh gestört.

Dabei war der Pokal-Knaller für den OFC ein Kaltstart ins neue Jahr. Seit 92 Tagen hatte der souveräne Tabellenführer der Regionalliga Südwest kein Pflichtspiel mehr absolviert. Trotzdem "werden sie für uns bereit sein", hatte Favre zu Recht gewarnt.

Mehr Räume in der 2. Halbzeit

Vor allem aber zeigte das Team des Schweizers selbst zunächst  wenig. Die Gladbacher ließen den Ball trotz klarer technischer Überlegenheit nur schleppend laufen. Die erste echte Chance hatten die Gäste, weil OFC-Innenverteidiger Stefano Maier den Ball nach einer Hereingabe von Oscar Wendt an den eigenen Pfosten (9.) grätschte.

Nach dem Wechsel ergaben sich mehr Räume, Kruses Elfmetertreffer gab den Gästen zudem mehr Sicherheit. Markus Müller hatte den Ball zuvor im eigenen Strafraum mit der Hand gespielt. In der Folge machten die Gladbacher nur wenig aus ihrer Überlegenheit.

SID

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