Auf die Stürmer folgen die Mittelfeldspieler im 2. Teil der OBM-Rangliste. Das Ergebnis werden viele Fußball-Freunde - und nicht nur Fans von Werder Bremen - sicher mit gemischten Gefühlen aufnehmen. Denn Gewinner Diego wird die Bundesliga und den OBM verlassen, sein Weg führt über die Alpen zu Juventus Turin.

Im Offiziellen Bundesliga Manager hinterlässt der Brasilianer eine riesengroße Lücke. Kein anderer Mittelfeldspieler erreichte die Top-Quote Diegos, die sich aus der Zweikampfbilanz, Assists und Toren zusammensetzt.

Der virtuelle Diego, der auch zu den teuersten Akteuren auf dem OBM-Transfermarkt gehört, absolvierte 68.972 Spiele, schoss 28.127 Tore, gab 3068 Vorlagen und gewann knapp die Hälfte seiner Zweikämpfe.

Misimovic auf dem "Treppchen"

Bremen dominiert: Im OBM machen die Werder-Profis viel Boden gut, den sie in der Bundesliga in der abgelaufenen Spielzeit verloren haben. Denn Torsten Frings steht gleich neben Diego oben auf dem Podest. Der Defensivspezialist gewann sogar noch mehr Zweikämpfe als Diego, strahlte aber weniger Torgefahr aus.

Wolfsburgs phantastischer Vorlagengeber Zvjezdan Misimovic hat auch im OBM restlos überzeugt und auch noch den Sprung aufs "Treppchen" geschafft: Platz drei in der Rangliste. 20 Mal (!) hatte Misimovic in Wolfsburg zum Tor aufgelegt, 7737 Mal im Managerspiel. Der VfL-Spielmacher stand weit oben auf ganz vielen Einkaufslisten der OBMler, Misimovic absolvierte 164.294 virtuelle Spiele.

Bayern-Duo abgeschlagen

Aus einer insgesamt enttäuschenden Leverkusener Mannschaft ragte Renato Augusto zumindest in mehreren Bundesliga-Spielen noch heraus. Der Beinschuss-Experte ist der stärkste Zweikämpfer aller Top-Ten-Mittelfeldspieler und erreichte in seiner ersten OBM-Saison einen herausragenden vierten Ranglistenplatz.

Und wo bleiben die Bayern? Im Doppelpack folgen Mark van Bommel und Franck Ribery auf den Plätzen fünf und sechs. Vor allem für den Franzosen kein absolut befriedigendes Ergebnis, der trotz seines OBM-Spitzen-Marktwertes von rund 10 Millionen Euro gekauft wurde wie warme Semmeln. Es war auch auf dem Bundesliga-Rasen nicht die Über-Saison von Ribery, der sich im OBM mit der zweitschlechtesten Zweikampfbilanz der Top Ten zufrieden geben muss.

Achtungserfolg für Rakitic

Gibt es eigentlich OBM-Teams ohne Piotr Trochowski? Ganz wenige, der HSV-Profi ist der absolute Liebling des Spiels. 273.754 Mal lief der virtuelle Trochowski in 2008/09 auf, schoss 81.861 Tore und bereitete 12.530 vor. Ranglistenplatz sieben für den fleißigen Hamburger.

Zwei defensivstarke Mittelfeldakteure folgen auf den Plätzen acht und neun: Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart) und Simon Rolfes (Leverkusen). Den Abschluss der besten zehn des Mittelfelds bildet die Nummer 10 des FC Schalke, Ivan Rakitic. Sicher ein Erfolg für den Kroaten, der eine eher maue Saison für die Schalker spielte. Ob die gute OBM-Platzierung Rakitics den neuen Trainer Felix Magath beeindrucken wird, darf zumindest schwer bezweifelt werden...

Stefan Kusche