Bad Ragaz - Mit 47 Personen reiste der BVB am späten Samstag Abend im Grand Resort an, einem exklusiven Hotelkomplex im Schweizer Kurort Bad Ragaz, eingebettet in eine parkähnliche Landschaft. "Niemand", betont Sportdirektor Michael Zorc, "muss annehmen, dass wir nicht wüssten, wohin mit unserem Geld. Das Trainingslager kostet uns nichts."

Es bietet dafür beste sportliche Bedingungen. Dass Patrick Owomoyela sie nicht annimmt, hat andere Gründe. Ebenso wie Julian Koch, der in den kommenden Wochen am Kreuzband operiert wird, ist der Rechtsverteidiger in Dortmund geblieben, um sein Rehaprogramm fortzusetzen: "Ich befinde mich nicht nur voll im Plan, ich liege ihm sogar ein kleines Stück voraus."

Owomoyela peilt Comeback im August an

Owomoyela hatte sich Ende April im Training - beim letzten Torschuss der Einheit - einen Sehnenriss im rechten Hüftmuskel zugezogen und musste operiert werden. "Ursprünglich waren die Ärzte davon ausgegangen, dass ich bis September ausfalle", erzählt der 31 Jahre alte Routinier, der jetzt ein Datum "irgendwann im August" anpeilt und verrät: "Wenn die Mannschaft aus dem Trainingslager zurück kommt, werde ich wohl teilweise schon mittrainieren können."

Einer der offensivstärksten Außenverteidiger der Saison 2009/2010 plant nach einem für ihn von Verletzungen geprägten "Meisterjahr" (nur sechs Einsätze, da er wegen einer Entzündung im Bereich der Achillessehne und anschließender Operation neben dem Sehnenriss mehrere Monate pausieren musste) sein Comeback: "Ich hoffe, dass ich der Mannschaft bald wieder helfen kann."

Neben Owomoyela und Koch fehlt in Bad Ragaz auch Lucas Barrios, der mit Paraguay an der Copa America teilnimmt. Nach einem 0:0 gegen Ecuador gab es im zweiten Gruppenspiel gegen Brasilien ein unglückliches 2:2. Nach 0:1-Rückstand ging Paraguay durch den in der 56. Minute für Barrios eingewechselten Ex-Borussen Nelson Valdez mit 2:1 in Führung, doch der Rekordweltmeister konnte in der Schlussminute zum 2:2 ausgleichen.