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Nicolas Jackson: Das ist der neue Kane-Konkurrent des FC Bayern München

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Angreifer Nicolas Jackson wird vom FC Bayern München für eine Saison vom FC Chelsea ausgeliehen. An der Isar konkurriert er mit Harry Kane um den Platz im Sturmzentrum, aber der 24-Jährige kann sogar noch in anderer Rolle helfen.

Von Gambia über den Senegal nach Spanien

Geboren in Gambia zog Nicolas Jackson 2016 mit seiner Familie in den Senegal - das Heimatland seiner Mutter - und begann dort für den lokalen Verein Ziguinchor Club Casa Sports Fußball zu spielen. Nach drei Jahren wurde er vom spanischen Verein Villareal gesichtet und dort in die Jugend geholt.

Nachdem er beim "Gelben U-Boot" unterschrieben hatte, ging es für ihn 2020/21 zunächst per Leihe in die zweite Liga zu Mirandés, wo er in 16 Spielen einen Treffer erzielte. Er empfahl sich mit seinen Auftritten für die zweite Mannschaft von Villareal, für die er fünf Tore erzielte und sieben weitere vorbereitete - in 25 Spielen. Gegen Real Betis Sevilla gab er im Oktober 2021 schließlich sein Debüt bei den Profis.

Starke Quoten beim FC Chelsea

Es war seine erste von neun Partien in LaLiga in 2021/22, in der folgenden Saison hatte er sich bereits etabliert. Er benötigte noch ein wenig Zeit, aber schließlich traf er neunmal in acht Spielen, wurde im Mai 2023 Spieler des Monats in LaLiga und empfahl sich für einen Transfer nach England zum FC Chelsea.

In den darauffolgenden zwei Spielzeiten war Jackson bei den "Blues" gesetzt, erzielte in seiner ersten Premier-League-Saison 14 Tore, bevor er 2024/25 non zehn Tore nachlegte. Jackson lieferte regelmäßig Vorlagen und stand auf der Torschützenliste, als Chelsea im Mai 2025 das Finale der UEFA Conference League gegen Real Betis gewann.

Auf internationaler Ebene gab Jackson sein Debüt für Senegal im Eröffnungsspiel der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022, einer 0:2-Niederlage gegen die Niederlande. Beim Afrika-Cup 2024 kam er in allen vier Spielen der "Teranga Lions" zum Einsatz, sein erstes Tor erzielte er bei einem Sieg gegen Malawi in der Qualifikation.

Jackson im Senegal-Trikot - IMAGO/Visionhaus

Spielt ein bisschen wie… Hugo Ekitiké

Jackson ist ein großer, schlanker Stürmer, der gerne tief geht, den Ball aufnimmt und auf die Verteidiger zuläuft, aber auch schnell genug ist, um Bällen hinterherzulaufen. Diese Eigenschaften sind denen des ehemaligen Eintracht-Frankfurt-Spielers Hugo Ekitiké, der jetzt beim FC Liverpool spielt, sehr ähnlich. In 18 Monaten im Deutsche Bank Park erzielte der Franzose 26 Tore in 64 Spielen und schoss Frankfurt letzte Saison in die Champions League.

Er ist außerdem ein regelmäßiger Vorlagengeber und sammelte in der vergangenen Bundesliga-Saison für Frankfurt acht Torvorlagen. Auch Jackson hat bewiesen, dass er für seine Teamkollegen kreativ sein kann und könnte sich mit der Qualität, die ihn bei Bayern umgeben wird, als konstanter Leistungsträger im letzten Drittel erweisen. 

Schon gewusst?

Nur 15 Minuten reichten Jackson bei seinem Debüt im Senegal aus, dass ihm sein Spielstil den Spitznamen Neymar einbrachte. "Es war aus mehreren Gründen leicht, ihn zu erkennen. Er hatte eine einzigartige Anziehungskraft auf seine Teamkollegen, die ihn wirklich auszeichnete", sagte sein Ex-Trainer Pere Badara Sarr.

Was andere über Jackson sagen

"Wir wussten um Nicolas Jacksons Qualität, als wir ihn verpflichteten. Wir haben das schon vorher gesehen. Wir verlangen von ihm nicht, dass er rennt und Druck macht. Er hat einfach die Qualität in der Balleroberung, er kann aber auch abschließen. Er hat Top-Qualitäten. Ich habe keinen Zweifel, dass er einer der besten Stürmer der Premier League werden kann.", so Ex-Chelsea-Trainer Mauricio Pochettino.
"Er wird Senegals Geschichte schreiben, das sage ich ihm immer wieder, so wie Sadio Mané es getan hat. Er hat das Talent dazu, und ich hoffe, er wird zu den besten Spielern Afrikas und - warum nicht - der ganzen Welt gehören. Ich versuche, ihm Ratschläge zu geben, aber er hat all das nötige Talent, und ich hoffe, dass er es schafft", so sein Teamkollege in der Nationalmannschaft des Senegal, Kalidou Koulibaly.

"Der FC Bayern ist einer der besten Vereine der Welt"

"Nicolas war von Anfang an Feuer und Flamme, für den FC Bayern zu spielen – umso mehr freuen wir uns, dass es letztlich geklappt hat", freut sich Max Eberl, Sportvorstand der Münchner, über den Transfer: "Er hat in seinen jungen Jahren schon viele Erfahrungen auf internationalem Top-Niveau gesammelt und gezeigt, welche Qualitäten er hat. Nicolas passt mit seiner Dynamik und Präsenz sehr gut in unser Anforderungsprofil, ist hungrig, wird unsere Möglichkeiten in der Offensive mit seinen Fähigkeiten erweitern und sofort eine Verstärkung für unsere Mannschaft sein."

Nicolas Jackson: "Ich bin sehr glücklich, jetzt ein Teil dieses großartigen Clubs sein zu können. Der FC Bayern ist einer der besten Vereine der Welt: Jeder kennt die Namen der Legenden, die hier gespielt haben und weiß, dass dieser Club für die größten Erfolge steht. Ich habe große Ziele und Träume hier und werde alles geben, um mit Bayern weitere Titel zu gewinnen."