Am 31. Spieltag der vergangenen Zweitliga-Saison trafen der 1. FC Köln und 1899 Hoffenheim letztmals aufeinander. Köln gewann mit 3:1, schob sich auf einen Aufstiegsplatz und reichte Hoffenheim von Platz 2 auf Platz 4 nach hinten durch.

Das Kräfteverhältnis hat sich nun nach dem gemeinschaftlichen Aufstieg und vor dem ersten Aufeinandertreffen im "Oberhaus" (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) aber deutlich verschoben.

Köln ist Außenseiter

Während der 1. FC Köln das Mittelfeld als Saisonziel anpeilt, strebt Hoffenheim mittlerweile nach Höherem. Aus diesem Grund ist das letzte Ergebnis aus der 2. Bundesliga im Kraichgau längst vergessen.

"Dieses Spiel ist eine weitere Herausforderung für uns. Am Samstag können wir zeigen, dass wir uns im Vergleich zur letzten Saison weiter entwickelt haben", erklärt 1899-Trainer Ralf Rangnick. Es klingt wie eine Drohung.

Viele Nickligkeiten prägten das letzte im RheinEnergieStadion. Ralf Rangnick erwartet nun eine ähnliche Partie. "Wir kennen die Mannschaft, wie keine andere in der Liga. Ich erwarte ein kampfbetontes und emotionales Spiel. Darauf sind wir vorbereitet."

Rangnick rechnet mit Emotionen und offensiven Kölnern

Mit welcher Mannschaft 1899 Hoffenheim auflaufen wird, ließ Rangnick indes noch offen. "Wir müssen zunächst die Verfassung der Nationalspieler abwarten, um zu entscheiden, wer auflaufen kann."

Rangnick rechnet mit einer offensiveren Kölner Ausrichtung als zuletzt in Bremen. "Wir erwarten die Kölner mit Novakovic als einziger Spitze, dahinter drei offensive Mittelfeldspieler und zwei Sechsern vor der Abwehr. Diese Grundordnung hatten sie schon in den letzten Partien. Nur die Ausrichtung wird gegen uns wieder offensiver aussehen."

Bei Hoffenheim ersetzt Christoph Janker den gelbgesperrten Andreas Beck als Rechtsverteidiger. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Chinedu Obasi. Sollte der Stürmer wegen einer Innenbanddehnung nicht auflaufen können, wird wohl Carlos Eduardo von Beginn an spielen.

Respekt für 1899, drei Punkte für den FC

"Es ist überragend, wie Hoffenheim spielt und es ist auch sehr schön anzusehen", lobt Kölns Miso Brecko, der gegen 1899 wegen Gelbsperre passen muss, die Spielweise des Gegners. "Sie haben sich sehr stark entwickelt, aber wir schlagen sie trotzdem zu Hause! Natürlich haben wir Respekt, wenn man sieht, wie die spielen, ihre Leistungen und Ergebnisse sind wirklich stark - Hut ab. Aber wir haben Respekt vor jedem Gegner."

"Die Einstellung zu diesem Gegner ist für mich wichtiger als die Aufstellung", meint Kölns Trainer Christoph Daum.

"Wir müssen es verstehen, Hoffenheim mit deren eigenen Waffen zu schlagen. Nach Balleroberung ergeben sich Räume für uns, um das Spiel zielstrebig in die Tiefe aufzuziehen. Wir haben dazu spezielle Übungen gemacht. Wir müssen zuhause mit unserem Publikum den entsprechenden Druck aufbauen und eventuell das Tor auch mal erzwingen. Wir werden uns voll reinhauen!"