Zusammenfassung

  • Amine Harit wechselte im Sommer vom FC Nantes zum FC Schalke 04.

  • Harit: "Die Atmosphäre in der Bundesliga finde ich großartig"

  • Sein bester Freund ist Jean-Kevin Augustin, der nun für RB Leipzig spielt.

Mittersill - Drei Wochen nach seiner Ankunft auf Schalke ist Flügelspieler Amine Harit bereits in aller Munde. Seine technischen Eigenschaften, seine Dribblings und seine Schnelligkeit bereichern das Spiel der Königsblauen. Im Exklusiv-Interview mit bundesliga.de spricht der 20-jährige Franzose über seine ersten Eindrücke bei seinem neuen Arbeitgeber, erklärt, warum er unbedingt in die Bundesliga wechseln wollte und verrät, dass er sich ganz besonders auf das erste Bundesliga-Spiel gegen Leipzig freut.

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bundesliga.de: Monsieur Harit, wie würden Sie Ihre ersten Wochen beim FC Schalke 04 beschreiben?

Amine Harit: Ich bin sehr glücklich. Meine Integration wird durch französischsprachigen Spieler wie Benji (Benjamin Stambouli), Nabil (Bentaleb) und Breel (Embolo) erleichtert. Naldo ist auch immer da, um mich zu unterstützen. Auch der Trainer spricht französisch, was mir sehr hilft. Ansonsten ist die Stimmung in der Gruppe prächtig. Ich bin noch jung und es ist meine erste Erfahrung im Ausland, aber durch die tolle Mentalität in der Kabine fühle ich mich wohl und bin gar nicht so nervös wie ich gedacht hätte.

"Die Testspiele waren vielversprechend"

bundesliga.de: Haben Sie bereits erkennen können, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt?

Harit: Eins ist klar: Es gibt viel Qualität. Die Testspiele waren vielversprechend, aber wo wir wirklich stehen, werden wir nach ein paar Spieltagen in der Bundesliga sehen. Ich bin dennoch fest davon überzeugt, dass wir in der Lage sind, einiges zu erreichen.

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© gettyimages / Power Sport Images

bundesliga.de: Was meinen Sie konkret?

Harit: In dieser Saison sind wir ja international leider nicht dabei. Nun werden wir alles daran setzen, um in der kommenden Spielzeit wieder im Europapokal spielen zu dürfen. Dafür werden wir hart arbeiten müssen, weil diese Liga sehr ausgeglichen ist.

bundesliga.de: Welchen Eindruck haben Sie von Domenico Tedesco?

Harit: Sehr positiv. Der Trainer legt sehr viel Wert auf Kommunikation, führt viele Einzelgespräche. So kommt er zum Beispiel nach dem Mittagessen mal auf mich zu und erklärt mir, was ich bei der vorigen Trainingseinheit hätte besser machen können. Er gibt uns sehr viele Ratschläge. Er ist zwar jung, aber man merkt jederzeit seinen Ehrgeiz und seine Eigenschaften. Mit ihm werden wir alle einen Schritt nach vorne machen.

"Die Bundesliga zu schauen macht Spaß"

bundesliga.de: Ihr Name wurde bereits seit mehreren Monaten bei diversen Bundesliga-Clubs gehandelt. Man hat auch das Gefühl, dass Sie mit Ihrer Spielweise sehr gut zur Bundesliga passen werden. Sehen Sie das auch so?

Harit: Vor dem Fernseher ist mir jedes Mal aufgefallen, wie offensiv und spektakulär es zugeht. Es macht Spaß zuzuschauen. Es wird sehr hoch gepresst. Außerdem sind die Stadien meist ausverkauft und man geht anscheinend gern ins Stadion, egal wo es der Fall ist. Das finde ich großartig. Und auch ich glaube, dass ich bei Schalke den nächsten Schritt machen kann – auch, weil in dieser Liga das Spiel offensiv ausgerichtet ist. Ich freue mich, sie persönlich kennenzulernen.

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bundesliga.de: Zum Auftakt in der Bundesliga geht es gleich gegen Vize-Meister aus Leipzig. Was erwarten Sie von diesem ersten Auftritt vor heimischer Kulisse?

Harit: Zum Auftakt haben wir gleich einen Top-Gegner. Leipzig sehe ich als direkten Konkurrenten im Kampf um die europäischen Plätze. Es ist kein Zufall, dass dieser Verein in dieser Saison die Champions-League-Gruppenphase spielen wird. Leipzig hat einen starken Kader und mit Jean-Kevin Augustin einen starken Stürmer dazubekommen. Übrigens gehört er privat zu meinen besten Freunden.

bundesliga.de: Was zeichnet ihn vor allem aus?

Harit: Erst einmal wird es ein sehr komisches Gefühl, gleich in meinem ersten Bundesliga-Spiel bei meinem ersten Auftritt in der Veltins-Arena auf ihn zu treffen. Ehrlich gesagt kann ich den Anpfiff dieser Partie gar nicht mehr erwarten. Was Jean-Kevin ausmacht: Er ist antrittsschnell, zweikampfstark und torgefährlich. Er gehört zweifelsohne zu den besten Angreifern der neuen Generation. Ich bin mir sicher, dass er einer der ganz großen Akteure in der Bundesliga werden kann.

Das Interview führte Alexis Menuge.