"Alex Hleb ist ein Mittelfeldspieler, den wir gut gebrauchen können. Er wird unser Spiel schneller machen."

Von wem stammen diese Worte? Markus Babbel, Trainer des VfB Stuttgart, nach dem Transfer des Weißrussen? Horst Heldt, Manager des VfB? Oder gar einem Stuttgarter Profi?

Lieber Stuttgart als Mailand

Alles weit gefehlt. Die Worte stammen von Jose Mourinho und sind gerade einmal ein paar Tage alt. Der Trainer von Inter Mailand ging da noch fest davon aus, dass Hleb die "Nerazzurri" zur neuen Saison verstärkt.

Die Rechnung hat er und haben vor allem sein Club und der FC Barcelona ohne den Spieler gemacht. Der wollte nicht nach Mailand, wechselte stattdessen lieber eine Woche später auf Leihbasis zum VfB Stuttgart.

Namhafte Neuzugänge

Ein Rückschlag für den Portugiesen, ein großartige Verstärkung für den VfB Stuttgart. Hleb ist nicht der einzige namhafte Neuzugang in der Bundesliga. Ein Blick auf die Transferübersicht genügt.

Ukraine-Kapitän Anatoliy Tymoshchuk, Russlands Nationalstürmer Pavel Pogrebnyak, Marseilles Ribery-Nachfolger Karim Ziani, Lazios Topverteidiger David Rozehnal, Welttorjäger Lucas Barrios, Liverpools Publikumsliebling Sami Hyypiä, Portugals Nationalspieler Maniche oder Juan Fernado Arango, der aus Spanien nach Mönchengladbach kam, und viele mehr - sie sind die neuen Bundesliga-Gesichter.

Tendenz positiv

"Jeder Verein versucht seine erste Elf bzw. seine ersten 13,14 Spieler immer zu verbessern. Dabei ist es unwesentlich, wie man in der Saison zuvor abgeschnitten hat - man möchte die Qualität steigern", so Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler im Interview mit bundesliga.de.

Auffällig ist auch die Tendenz der Neuverpflichtungen mit Perspektive. Gerade der Hamburger SV hat mit Elerjo Elia und Marcus Berg zwei Spieler aus den Niederlanden geholt, die sich zwar schon ins Rampenlicht gespielt haben, aber als Größen für die Zukunft gesehen werden.

Top-Talente bevorzugen die Bundesliga

Das gilt auch für die Neuen von 1899 Hoffenheim: Franco Zuccolini stand auf der Wunschliste sämtlicher europäischer Topclubs. Auch Maicosuel und Prince Tagoe hätten ohne Probleme Verträge im europäischen Ausland bekommen.

"Die Qualität bei 1899 ist sehr hoch, das Trainingszentrum und Stadion sind sensationell. Ich kann es kaum erwarten, erstmals in der Bundesliga zu spielen", sagt beispielsweise Zuccolini. Hamburgs Elia kann da nur beipflichten. Er hätte es sich aussuchen dürfen: Arsenal, Chelsea oder Tottenham...

"Bundesliga noch attraktiver"

"Auch Ajax Amsterdam hat sich zum Schluss noch einmal gemeldet. Doch meine Entscheidung war klar. Ich wollte nur nach Hamburg. Der HSV ist ein super Verein. Im Januar war ich beim Heimspiel gegen Bayern München im Stadion und habe die Mannschaft spielen gesehen und die tolle Atmosphäre genossen", so der junge Niederländer.

Der positive Trend in der Bundesliga wird sich wohl in den nächsten Jahren fortsetzen. "Die Bundesliga ist für die Spieler in den letzten Jahren noch attraktiver geworden", sagt Leverkusens Sportdirektor Völler. Auch er ist stolz, dass mit Eren Derdiyok den Weg nach Leverkusen gewählt hat und andere Angebote abgelehnt hat.