Frankfurt am Main - Mit neuen Impulsen für die weitere Zusammenarbeit aller beim Fußball für Prävention und Sicherheit verantwortlichen Netzwerkpartner sind in Leipzig die diesjährigen Regionalkonferenzen zu Ende gegangen. Für jeweils zwei Tage hatten sich an vier Bundesliga-Standorten – neben Leipzig Gelsenkirchen, Bremen und Ingolstadt – Vertreter der Bundespolizei, Polizei-Einsatzleiter der Länder, szenen- und fankundige Beamte, Veranstaltungsleiter, Ordnungsdienstleiter, Sicherheitsbeauftragte, Fan- und Behindertenfanbeauftragte, Fanprojekte und die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) sowie Vertreterinnen und Vertreter der DFL Deutsche Fußball Liga und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) getroffen.

Zu den Veranstaltungen unter dem Arbeitstitel "Prävention heute = mehr Sicherheit in Zukunft?!" mit insgesamt 600 Teilnehmern hatten DFL und DFB eingeladen. Zielsetzung war erneut insbesondere mehr gegenseitiges Verständnis der Netzwerkvertreter füreinander trotz unterschiedlicher Rollen und Sichtweisen zu schaffen.

In Arbeitsgruppen wurde aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, ob zum Beispiel Einschränkungen beim Ticketing wirksame Maßnahmen zur Gewaltprävention darstellen. Zum Programm gehörten zudem Impulsvorträge, Diskussionen im Plenum und zum Abschluss die von sogenannten Graphic Recordings unterstützte Zusammenfassung eines beobachtenden Teilnehmers.

Ansgar Schwenken, DFL-Direktor Fußballangelegenheiten & Fans und Mitglied der DFL-Geschäftsleitung, ist vom Format der Regionalkonferenzen überzeugt: "Die Schärfung des gegenseitigen Rollenverständnisses und das daraus resultierende klarere Verständnis füreinander führt zu gegenseitiger Akzeptanz. Die Konferenzen zeigen, dass sich die Funktionsgruppen durch einen Wechsel der Perspektive gegenseitig mit Ideen und Impulsen befruchten und damit über den eigenen Tellerrand hinaus noch mehr zur Sicherheit bei Fußballspielen beitragen können."

Hendrik Große Lefert, DFB-Hauptabteilungsleiter Prävention & Sicherheit war wie Ansgar Schwenken in Gelsenkirchen und Leipzig vor Ort und unterstreicht: "Auf dieser Kommunikationsplattform lernen die Teilnehmer sich und die verschiedenen Sichtweisen und Arbeitsbedingungen besser kennen und verstehen. Das kommt der Netzwerkarbeit rund um Club- und Länderspiele zugute. Die Teilnehmer haben die Chance, mit aktuellen Impulsen ihre lokalen Arbeitsabläufe zu optimieren. In dem zweijährigen Turnus können wir auf nationaler Ebene prüfen, ob langfristige Lösungen in ergebnisorientierten Projektgruppen angestoßen und umgesetzt werden."

Die DFL organisiert die Regionalkonferenzen seit 2011, seit 2013 zusammen mit dem DFB. Bis auf Weiteres soll diese Veranstaltung alle zwei Jahre stattfinden.