Das erste Drittel der Saison 2008/09 ist vorüber. bundesliga.de blickt auf alle Mannschaftsteile vom Tor über Abwehr, Mittelfeld bis zum Sturm und bewertet die Akteure mittels des sogenannten Opta-Leistungsindexes.

Dabei handelt es sich um ein Form-Barometer, das anhand einer detaillierten Spielanalyse entsteht. Rund 90 Komponenten fließen in die Bewertung der Spieler ein. Besonderen Einfluss auf den individuellen Spieler-Index innerhalb aller Mannschaftsteile haben spielentscheidende Offensivaktionen.

Bei den Neuzugängen gehen vor allem folgende Komponenten stark in die Leistungsbeurteilung ein: erzielte Tore, Vorlagen, Chancenverwertung, Zweikämpfe und die Bedeutung für die Mannschaft.


Das Top-Ten-Ranking der Neuzugänge:

Platz 1: Claudio Pizarro (Bremen)

Der Peruaner feierte seinen Wieder-Einstand am 2. Spieltag im Weserstadion gegen Schalke und blieb ohne Tor. Diese Ausbeute sollte sich rasch ändern - mittlerweile ist Pizarro mit sieben Treffern Werders erfolgreichster Torschütze. Seine vergangenen fünf Treffer schoss der Neuzugang allesamt zuhause - nun hoffen die Hanseaten auch wieder auf Auswärtstore von "Pizza".

Platz 2: Jefferson Farfan (Schalke)

Farfan drehte zuletzt richtig auf und war an Schalkes vergangenen vier Bundesliga-Toren unmittelbar beteiligt (3 Tore, 1 Assist). Sein erstes Tor im deutschen "Oberhaus" gelang ihm gleich bei seinem Debüt - und dann auch noch in Dortmund! Per Strafstoß hatte er die "Knappen" dort mit 1:0 in Führung geschossen.

Platz 3: Patrick Helmes (Leverkusen)

Von Null auf Hundert startete Helmes bei seinem neuen Club und zeigte nach zwei Jahren in der 2. Bundesliga beim 1. FC Köln keinerlei Berührungsängste mit dem "Oberhaus". Neun Treffer bedeuten Platz 2 in der Torschützenliste, außerdem kam der Leverkusener insgesamt in seinen zwölf Einsätzen schon 53 Mal zum Abschluss - absolute Ligaspitze!

Platz 4: Cicero (Hertha)

Der "Neue" im Team der Hauptstädter ist ein echter Dauerbrenner und der einzige Herthaner, der über die vollen 1080 Saisonminuten auf dem Platz stand. Drei Mal trug er sich in die Torschützenliste ein - mit einem Wermutstropfen: Er ist der einzige Berliner Goalgetter, der noch keinen Treffer zu einem Sieg beisteuern konnte.

Platz 5: Zvjezdan Misimovic (Wolfsburg)

Traumstart für "Zwetschge": Er erzielte gleich bei seinem ersten Liga-Einsatz im VfL-Trikot das 2:1-Siegtor gegen Köln - besser kann man bei seinem neuen Club nicht ankommen. Mit sechs Assists ist der Bosnier der Top-Vorlagengeber der Bundesliga. Zehn Mal war Misimovic insgesamt an einem Tor beteiligt - lediglich Hoffenheims Vedad Ibisevic (18 Mal) übertrifft ihn in dieser Statistik.

Platz 6: Michal Kadlec (Leverkusen)

Kurz vor dem Ende der Transferperiode I fand der Tscheche den Weg ins Rheinland. Bei seinem Debüt am 4. Spieltag wurde er eingewechselt, ab dann stand Kadlec immer in der Startelf von Bayer. Am vergangenen Spieltag traf der abschlussfreudige Verteidiger (12 Torschüsse) per direkt verwandeltem Freistoß - das war seit März 2007 keinem Leverkusener mehr gelungen!

Platz 7: Petit (Köln)

Der Portugiese ist der Mann für Superlative beim FC - und auch in der gesamten Bundesliga: Petit hatte die meisten Ballkontakte (994), spielte die meisten Pässe (683) und führte die meisten Zweikämpfe am Ball (190). Dass der Kölner hoch im Kurs steht, ist im "Oberhaus" bekannt; folglich wurde Petit ligaweit auch am häufigsten gefoult (44 Mal).

Platz 8: Pedro Geromel (Köln)

Nach 1031 (ununterbrochenen) Bundesliga-Minuten war es am vergangenen Spieltag soweit: Pedro Geromel schoss sein erstes Pflichtspieltor als "Geißbock". Der Innenverteidiger traf zum 1:1-Ausgleich gegen Hannover und setzte seinen herausragenden Leistungen in dieser Spielzeit damit das i-Tüpfelchen auf. Zudem sammelte der Brasilianer mit seiner einzigen Torschussvorlage einen Assistpunkt und köpfte oder schlug ligweit die meisten Bälle aus der Gefahrenzone (116).

Platz 9: Andrey Voronin (Berlin)

Der Ukrainer verkörpert den Unterschied zwischen Qualität und Quantität ligaweit am besten: Zwar traf Voronin "nur" drei Mal ins Schwarze, doch jedes dieser Tore war Gold wert. Mit zwei Treffern sicherte er jeweils einen 1:0-Sieg gegen die Spitzenclubs Leverkusen und Hoffenheim, beim 3:0 über Hannover köpfte er das entscheidende 2:0 in der Schlussphase. An den vergangenen vier Treffern der Berliner war er unmittelbar beteiligt (2 Assists).

Platz 10: Tamas Hajnal (Dortmund)

Mit Tamas Hajnal hat der BVB wieder einen echten Regisseur. 21 Mal kam der Ungar zum Abschluss, satte 31 Mal legte er seinen Kollegen einen Torschuss auf. Seine Ausbeute von einem Tor und einer Vorlage konnte er am vergangenen Spieltag aufstocken: Da gelang Hajnal der 1:2-Anschlusstreffer gegen den HSV und sein zweites Bundesliga-Tor für Dortmund.