Zillertal - Abwehrspieler Naldo wird den SV Werder Bremen verlassen und zum VfL Wolfsburg wechseln. Das gab Werders Geschäftsführer Klaus Allofs am Dienstagnachmittag im Trainingslager der Bremer im Zillertal bekannt.

Bereits am Dienstagabend wird der 29 Jahre alte Innenverteidiger aus dem Mannschaftsquartier in Zell am Ziller abreisen.

Naldo: "Es fällt mir wirklich schwer"



Allofs bedauert den Weggang des Verteidigers. "Natürlich hätten wir den Vertrag mit Naldo gerne verlängert, aber mit dem Angebot von Wolfsburg konnten wir nicht konkurrieren", sagte Allofs. Über die Einzelheiten und Vertragsinhalte wurde zwischen allen Parteien Stillschweigen vereinbart.

Naldo, der seit 2005 für Werder spielt und nach Aaron Hunt als dienstälteste Werder-Profi in die Vorbereitung ging, erklärte den Transfer. "Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Es fällt mir wirklich schwer, Bremen zu verlassen. Ich hatte mit Werder viel Erfolg", sagte er. "Der Verein und die Fans sind mir ans Herz gewachsen. Aber das Angebot aus Wolfsburg war wirklich sehr gut. Ich habe jetzt die Möglichkeit in der Bundesliga zu bleiben. Das war mir und meiner Familie wichtig."

Schaaf: "Er ist ein großer Verlust für uns"



Cheftrainer Thomas Schaaf bedauerte den Weggang des Routiniers. "Mit Naldo verbinden wir viele positive Momente. Er ist ein großer Verlust für uns, darüber können wir nicht glücklich sein. Aber wir sind gerade für das Abwehrzentrum sehr gut besetzt. Der Konkurrenzkampf bleibt auch nach diesem Transfer enorm hoch. Ich bin davon überzeugt, dass wir unseren eingeschlagenen Weg erfolgreich fortsetzen werden."

Naldo wechselte im Sommer 2005 von Esporte Clube Juventude zu Werder, wo er sich auf Anhieb durchsetzte und jahrelang zu den Leistungsträgern in der Innenverteidigung zählte. Er bestritt 173 Bundesligaspiele für den SV Werder Bremen und erzielte dabei 22 Tore. Mit Werder holte er 2006 den Ligapokal und 2009 den DFB-Pokal. 2006 und 2008 wurde mit dem SVW deutscher Vize-Meister und stand 2009 im Finale des UEFA-Cups in Istanbul sowie 2010 im DFB-Pokal-Finale.