Köln - Eintracht Frankfurt hat den momentan besten Torschützen der Bundesliga, Hannover 96 spielte die beste Hinrunde seit vier Jahren und der FC Bayern München marschiert allen davon.

bundesliga.de hat die Gründe zusammengestellt, warum die Rückrunde für die Bundesligisten ein voller Erfolg wird.

Eintracht Frankfurt: Meier in Topform

Alexander Meier ist mit 13 Toren nicht nur Führender der Torschützenliste, er war mit 18 Toren zudem der Top-Torschütze im gesamten Kalenderjahr 2014. Er steht mittlerweile bei 69 Toren für Eintracht Frankfurt, traf damit einmal öfter als Anthony Yeboah  - nur Grabowski, Nickel und Hölzenbein trafen häufiger für die SGE. Dabei hat Meier gegen jeden aktuellen Bundesligisten getroffen - nur gegen seine Frankfurter Eintracht nicht (Maier hat nie gegen Frankfurt gespielt).

Hannover 96: Ein Torjäger lässt träumen

Mit 24 Punkten spielte Hannover seine beste Hinrunde seit vier Jahren. Bei den Niedersachsen darf wieder von einer Europacup-Teilnahme geträumt werden; die Partie auf Schalke, das drei Zähler mehr auf dem Konto hat, ist gleich ein Sechs-Punkte-Spiel. Joselu hat einen Lauf und macht Hoffnung für Hannovers Träume. Ihm gelang an den vergangenen fünf Spieltagen jeweils ein Tor - eine solche Serie schaffte ligaweit kein anderer Spieler, der Spanier selbst hatte auch noch nie in fünf aufeinanderfolgenden Bundesliga-Partien getroffen.

TSG Hoffenheim: Endlich konstant

Die TSG 1899 Hoffenheim holte in der Hinrunde 26 Punkte - die zweitbeste Hinrundenbilanz in der Bundesliga-Geschichte der Kraichgauer. Nur 2008/09, als die TSG sensationell als Aufsteiger Herbstmeister wurde, waren es mehr Zähler (35). 1899 kann voller Stolz auf das Jahr 2014 zurückblicken, mit 52 Punkten wurden so viele Zähler wie niemals zuvor geholt!

FC Augsburg: Steigerungsmeister

Der FC Augsburg spielte die erfolgreichste Hinrunde der Vereinsgeschichte. Mit 27 Punkten nach 17 Spieltagen stellte der FCA eine neue Vereins-Bestmarke auf. Auch sechs Heimsiege vor Weihnachten hatte es in einer Augsburger Hinrunde nie zuvor gegeben. Augsburg war in seinen ersten drei Bundesliga-Spielzeiten in der Rückrunde immer erfolgreicher als in der Hinrunde! In der Saison 2011/12 holte der FCA in der Rückrunde acht Punkte mehr als in der Hinrunde, 2012/13 waren es 15(!) Punkte mehr und in der Vorsaison immerhin noch vier Punkte mehr als in der recht erfolgreichen Hinrunde 2013/14.

FC Schalke 04: Erfahrene Aufholjäger

Die 27 Punkte der Hinrunde waren für einen Verein mit den Ambitionen Schalkes nicht berauschend, allerdings bewegten sich die Königsblauen damit auf dem Niveau der Vorjahre, als sie in der ersten Halbserie 28 (2013/14) bzw. 25 Punkte (2012/13) holten. Weitaus besser liefen dann die Rückrunden: In der Vorsaison spielte Schalke die beste Rückserie seiner Bundesliga-Geschichte (36 Punkte) und verbesserte sich damit von Rang sieben nach der Hinrunde auf Platz drei, vor zwei Jahren holte man nach der Winterpause 30 Punkte und sprang damit von Rang sieben auf vier. Nun überwinterte S04 als Fünfter; um wieder die Champions League zu erreichen, muss man in der Tabelle also erneut klettern.

Borussia Mönchengladbach: Start-Experten

Zwar kam Borussia Mönchengladbach nicht an die besten Hinrunden unter Lucien Favre heran, doch sind die 27 Punkte eine ordentliche Ausbeute, wenn man bedenkt, dass man mit der doppelten Punktzahl meist um die Plätze für den Europacup mitspielt. Das Problem: Die Fohlen spielten in den drei kompletten Spielzeiten unter Favre immer eine schwächere Rück- als Hinrunde. Hoffnung macht allerdings der Hinrundenstart 2014/15: Gelingt der Borussia wieder ein Halbserienstart mit zehn ungeschlagenen Spielen wie in der Hinrunde kann es mal anders herum laufen.

Bayer Leverkusen: Auf allen Hochzeiten

Unter Roger Schmidt ohne Heimniederlage in der Bundesliga - Bayer 04 Leverkusen ist neben Bayern und Wolfsburg eines von drei Teams, das in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat (Stand vor Beginn des 18. Spieltages). Allerdings gewann die Schmidt-Elf auch nur vier der neun Heimspiele, fünf Mal musste sich Bayer 04 mit einem Unentschieden begnügen. Leverkusen überwintert in allen drei Wettbewerben (!) - ein gutes Omen für Platz vier.

VfL Wolfsburg: Langfristig die Nummer 2

Ein legendärer Sieg macht Mut zum Start - Der VfL Wolfsburg gewann nur eines der vergangenen 16 Spiele gegen die Bayern: am 4. April 2009 auf dem Weg zur Meisterschaft legendär mit 5:1. Unvergessen vor allem Grafites Slalomlauf durch die Münchener Hintermannschaft garniert mit einem Hackentreffer zum 5:1-Endstand. Wolfsburg war nicht nur in der Hinrunde dieser Saison das zweitbeste Team der Bundesliga, sondern im gesamten Kalenderjahr: 2014 holten die Niedersachsen zehn Punkte mehr als Dortmund, zwölf mehr als Leverkusen und einen mehr als Schalke. 

FC Bayern München: Rekordvorsprung

Bayern mit Rekordvorsprung - Der FC Bayern München spielte die zweitbeste Hinrunde der Bundesliga-Geschichte (45 Punkte; 2013/14 waren es 47). Zum ersten Mal überhaupt hat eine Mannschaft nach einer Hinrunde elf Punkte Vorsprung auf den ersten "Verfolger", auf Platz drei sind es sogar 17 Punkte - und Dortmund liegt sogar 30 Punkte hinter dem FCB.

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