Walchsee /Österreich - Beim 1. FC Köln dreht sich dieser Tage fast alles um den neuen Trainer Stale Solbakken und Neuzugang Sascha Riether. Lukas Podolski steht sowieso 365 Tage im Jahr im Dauerfokus.

Für Miso Brecko ist das genau richtig. Der Slowene ist einer der zuverlässigen Stammspieler beim FC, der sich lieber im Hintergrund aufhält. Seit 2008 beackert Brecko die rechte Außenbahn und, wenn es sein muss, gerne auch das defensive Mittelfeld.

Im Trainingslager der Kölner im österreichischen Walchsee sprach der 27-Jährige mit bundesliga.de über die positive Entwicklung bei den Rheinländern und wagt einen Ausblick auf die neue Saison.

bundesliga.de: Herr Brecko, wie geht es Ihnen in der harten Vorbereitungszeit?

Miso Brecko: Ein Trainingslager ist jedes Mal eine harte Sache für die Spieler. Aber wir wissen ja alle, dass das nötig ist, um die Vorraussetzungen für eine hoffentlich erfolgreiche Saison zu schaffen.

bundesliga.de: Und wie macht sich Ihr neuer Trainer Stale Solbakken?

Brecko: Unser neuer Trainer macht einen sehr guten Eindruck. Es liegt jetzt an uns Spielern, seine taktischen Vorgaben schnell zu verinnerlichen und dann natürlich auch umsetzen.

bundesliga.de: Ist so ein Trainerwechsel für die Leistung der Mannschaft eher förderlich?

Brecko: Jeder Trainer bringt positive Entwicklungen mit sich. Insgesamt hat sich der Verein in den vergangenen Monaten sehr ruhig und fokussiert gezeigt. Wir wollen gemeinsam nach oben. Aber dafür müssen wir Schritt für Schritt gehen.

bundesliga.de: Haben Sie jetzt mit viel Abstand eine Erklärung dafür, warum der Saisonstart 2010/11 so enttäuschend verlief?

Brecko: Nein, das ist schwer zu erklären, da viele Dinge zusammenkommen. Zum Glück haben wir das Jahr am Ende noch gerettet. Aber das wollen wir nicht noch einmal erleben, dass wir so lange um den Klassenerhalt bangen müssen.

bundesliga.de: Was ist für den FC in der neuen Saison entscheidend?

Brecko: Für uns ist es wichtig, dass wir einen guten Start hinlegen. Das kann dann zu einem Lauf führen, wie wir es in der vergangenen Saison bei einigen Mannschaften gesehen haben. Und ich glaube nicht, dass wir qualitativ schlechter sind als diese Teams. Nur muss einfach alles vernünftig ineinander greifen.

bundesliga.de: Das klingt sehr selbstbewusst.

Brecko: Man muss sich immer klare Ziele setzen. Wenn man sich nicht selber fordert, kann sich der Erfolg nicht einstellen. Wir müssen uns da auch keinesfalls verstecken.

bundesliga.de: Auf was freuen Sie sich in der neuen Saison ganz besonders?

Brecko: Auf viele Siege und viele Punkte mit dem FC!

Aus Österreich berichtet Michael Reis