
"Unfassbar schön für mich": Weiser feiert Comeback nach langer Leidenszeit
Endlich wieder Bundesliga-Fußball: Nach knapp 14 Monaten Leidenszeit feiert Mitchell Weiser beim Auswärtsspiel in seiner alten Heimat Köln sein Comeback im Trikot des SV Werder Bremen. Nach Abpfiff kommen dem 32 Jahre alten Mittelfeldmann vor lauter Freude über die Rückkehr auf den Platz die Tränen.
Nach dem Abpfiff überwältigten Mitchell Weiser dann doch noch die Emotionen – mit Tränen in den Augen stand der Mittelfeldmann von Werder Bremen nach dem 1:1 beim 1. FC Köln vor der Gästekurve und genoss sichtlich emotional die Ovationen der SVW-Fans. Nicht so sehr, weil das einstige FC-Talent in seiner früheren Heimat mit den Grün-Weißen einen verdienten Punktgewinn einfuhr, sondern vor allem, weil es das Ende einer langen Leidenszeit für den 32-Jährigen markierte.
Über ein Jahr hatte Weiser nach einem Kreuzbandriss, den er in der Vorbereitung auf die Saison 2025/26 erlitten hatte, pausieren müssen, sein letzter Bundesliga-Einsatz für die Hanseaten liegt gar 483 Tage zurück. Ausgerechnet im RheinEnergieSTADION, in dem der gebürtige Rheinländer 2012 sein Bundesliga-Debüt feiern durfte, gab es nun das umjubelte Comeback nach der schweren Knieverletzung – verbale Streicheleinheiten der eigenen Fans nach den ersten Minuten inklusive.

Weiser: "Ich habe es sehr, sehr vermisst"
"Die zehn Minuten waren unfassbar schön für mich. Das Spiel hier war schon mein Ziel", betonte Weiser, der von Werder-Coach Daniel Thioune kurz vor Schluss für Youri Regeer eingewechselt worden war, und gab einen tiefen Einblick in seine Gefühlswelt: "Ich habe mein ganzes Leben lang Fußball gespielt und das war für mich die längste Zeit bisher ohne. Fußball bestimmt mein Leben und hat mir sehr gefehlt, dafür habe ich jeden Tag hart gearbeitet."
Harte Arbeit, die sich letztlich bezahlt machte für den 32-Jährigen, dessen Pause sich bei seiner Rückkehr nach fast anderthalb Jahren ohne Spiel allerdings bemerkbar machte: "Ich habe heute nach zehn Minuten mehr gepumpt als früher nach 90", sagte Weiser im Anschluss mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Die Tränen waren da längst der Freude gewichen: "Es sind natürlich ein paar Emotionen hochgekommen, weil es schon eine sehr lange Zeit war. Ich habe es natürlich sehr, sehr vermisst, auf dem Platz zu stehen und mit den Jungs zu kämpfen!"