Verband: Federación Mexicana de Fútbol Asociación, A.C.

Gegründet: 1927

FIFA-Mitglied seit: 1929

Bisherige WM-Teilnahmen: 14

WM-Erfolge: WM-Dritter 1962

Geschichte des Fußballs in Mexiko:

Fußball in Mexiko ist auch heute noch ein "Ding der Straße". Von den rund 8,5 Millionen Kickern im Land spielen nur etwa 325.000 organisiert in Vereinen. Organisiert ist der Fußball in Mexiko dennoch: 1927 wurde der Verband gegründet, der seit 1929 FIFA-Mitglied ist. Erstmals hörte man in Mexiko von "Football" Ende des 19. Jahrhunderts. Englische Minenarbeiter brachten den Sport mit ins Land. 1902 gab es bereits die erste Liga. Die Meisterschaft wird in Mexiko in zwei Saisonhälften aufgeteilt. Das System existiert seit 1996 und ist so üblich in ganz Lateinamerika. Redkormeister in der Liga MX sind Guadalajara und America mit je elf Titeln, dicht gefolgt von Toluca (zehn). Die Nationalmannschaft absolvierte ihr erstes offizielles Länderspiel am 1. Januar 1923 gegen Guatemala (2:3). Schon immer galt "El Tri" als das beste Team Mittelamerikas. Neun Mal gewann Mexiko die CONCACAF-Meisterschaft (inkl. sechs Gold Cups). 

WM-Geschichte:

Aguirres "El Tri" scheitert 2010 im Achtelfinale

Mit 15 WM-Teilnahmen zählt Mexiko zu den WM-Dauerbrennern. Sechs Mal in Serie hat sich "El Tri" für die Endrunde qualifiziert, was nur fünf anderen Nationen gelungen ist. Neben Mexiko haben es bei den vergangenen fünf Weltmeisterschaften nur Deutschland und Brasilien immer in die K.o.-Phase geschafft. Dennoch kam Mexiko nie über das Viertelfinale hinaus (1986, 1970). Schon bei den ersten Weltmeisterschaften 1930 und 1934 war Mexiko dabei.

Stars und Trainer:

Javier Hernandez liegt das Stürmen im Blut. Schon sein Großvater war ein Angreifer und sein Vater stürmte bei der WM 1986 in Mexiko für die heimische Nationalelf. Die guten Gene brachten den Filius, der gern "Chicharito" (kleine Erbse) genannt wird, 2010 zu Manchester United. Auf der Insel reifte Hernandez zu einem kompletten Stürmer. In der Defensive ist Hector Moreno von Espanyol Barcelona einer der Leistungsträger der Azteken. Der Mann an der Seitenlinie ist Miguel Herrera. Der Mexikaner ist seit November 2013 Nationaltrainer - und nicht nur das. Zugleich ist Herrera Coach beim Club America in der Liga MX. Der 46-Jährige begann seine Trainerlaufbahn 2002, nachdem er als Spieler viele Erfolge feierte und für sein Heimatland bei der Copa America 1993 vertreten durfte.

Mexiko und die Bundesliga:

Ricardo Osorio spielte für den VfB

Denkt man an Mexiko und die Bundesliga, fällt einem sofort der VfB Stuttgart ein. Denn im Schwabenland fühlten sich die wenigen Mexikaner, die es in die Bundesliga geschafft haben, offensichtlich am wohlsten. Ricardo Osorio und Pavel Pardo kamen 2006 an den Neckar. Gemeinsam gewannen sie 2007 überraschend das Double mit dem VfB. Während es Pardo Anfang 2009 zurück in die Heimat zog, blieb Osorio noch bis 2010 in Stuttgart. Zuletzt fand Maza (bürgerlicher Name Francisco Javier Rodriguez Pinedo) von 2011 bis 2012 den Weg nach Stuttgart. Außerdem spielte Aaron Galindo von 2007 bis 2009 bei Eintracht Frankfurt. In der Rückrunde der Saison 2013/14 kam Nationalspieler Andres Guardado auf Leihbasis in Leverkusen zu einigen Einsätzen.