Dortmund - Rund 40.000 Fans feierten mit dem BVB die offizielle Saisoneröffnung der etwas anderen Art - auch für Neuzugang Ilkay Gündogan ein beeindruckendes Erlebnis.

Im Interview mit bundesliga.de spricht Gündogan über seine ersten Tage in Dortmund, seinen neuen Trainer Jürgen Klopp und über den immer wiederkehrenden Vergleich mit Nuri Sahin.

bundesliga.de: Ilkay Gündogan, was sagen Sie zur Saisoneröffnung in Dortmund?

Ilkay Gündogan: In dieser Form habe ich so etwas noch nicht erlebt, das war wirklich beeindruckend. In Nürnberg haben wir den Saisonauftakt zwar auch im Stadion gefeiert, aber mit einem Freundschaftsspiel verbunden. Hier in Dortmund gab es so viele Aktionen für die Fans und vor allem mit den Fans, das war ein richtiges Fest. Ich denke, die Leute hatten eine Menge Spaß. Und wir als Mannschaft hatten das auf jeden Fall auch! Das war echte Fannähe und ich hoffe, dass es in der Saison so weitergeht - mit einem vollen Stadion!

bundesliga.de: Wie war darüber hinaus Ihr erster Eindruck beim BVB, wie sind die ersten Tage verlaufen? Sind Sie von Ihren neuen Mitspielern gut aufgenommen worden?

Gündogan: Die Nationalspieler sind erst am Sonntag zum Team gestoßen, aber auch die anderen Spieler haben mich in den letzten Tagen sehr gut aufgenommen. Ich habe mit vielen schon sehr nette Gespräche geführt. Ich hoffe und bin sicher, dass sich diese Kollegialität auch auf dem Platz auswirken wird. Ansonsten waren die ersten Trainingseinheiten schon sehr anstrengend und belastend. Aber so ist das halt in einer Saisonvorbereitung. Wir versuchen uns optimal auf den Start einzustellen.

bundesliga.de: Wie haben Sie Ihren neuen Trainer Jürgen Klopp bisher erlebt? Er ist ein ganz andere Typ als Ihr letzter Coach Dieter Hecking.

Gündogan: Jürgen Klopp ist sehr motivierend und in seinem ganzen Auftreten und seiner Arbeit sehr engagiert. Er will einen als Spieler immer weiter bringen. Ich denke, es ist für jeden Spieler ein guter Schritt, nach Dortmund zu kommen und sich hier unter Jürgen Klopp weiter entwickeln zu können.

bundesliga.de: Sie müssen mit der Bürde leben, als vermeintlicher Ersatz für Nuri Sahin gehandelt zu werden. Beschäftigt Sie das in irgendeiner Form?

Gündogan: Ehrlich gesagt beschäftigt mich das nicht wirklich. Ich versuche einfach, mein Ding durchzuziehen. Letztlich bin ich Ilkay Gündogan und versuche meinen eigenen Charakter und meine eigenen Qualitäten in die Mannschaft einzubringen. Wenn dann trotzdem hin und wieder der Vergleich mit Nuri kommt, habe ich damit aber kein Problem. Ich denke, dass ich charakterlich stark genug bin, damit umzugehen und das wegzustecken.

bundesliga.de: Der BVB spricht nicht von der Titelverteidigung, sondern hat als offizielles Ziel die Qualifikation für einen internationalen Platz ausgegeben. Ist das aus Ihrer Sicht eine realistische Einschätzung?

Gündogan: Alle wollen sich wieder international qualifizieren, jeder Spieler, der ganze Verein. Vor allem aber wollen wir in jedes Spiel mit der hundertprozentigen Bereitschaft gehen, unsere Leistung jedes Mal abzurufen und dabei an das Optimum zu gehen. Das muss unser Anspruch sein - und wenn wir das umsetzen, dann können wir uns auch alle richtig auf die neue Saison freuen.

Das Gespräch führte Dietmar Nolte