Die Bundesliga-Saison 2008/09 ist schon jetzt eine Saison der Superlative. Mit 330 Treffern in den bisherigen 108 Spielen verzeichnet die Bundesliga bei im Schnitt 3,06 Toren die höchste Quote seit 1987/88. Einen Schnitt von mehr als drei Toren pro Spiel gab es zuletzt in der Spielzeit 1994/95.

Das liegt unter anderem auch an der offensiveren Spielweise und an den Überraschungsmannschaften aus Hoffenheim und Leverkusen.

Doch wie bewerten Spieler und Trainer die aktuelle Saison nach 12 Spieltagen? bundesliga.de hat nachgefragt und präsentiert Ihnen bis Freitag Antworten der Experten.


Ein Drittel der Saison ist um. Was ist Ihnen in dieser Saison bislang besonders aufgefallen?


Mirko Slomka

Auffällig neben den vielen Toren ist sicherlich, dass Teams wie Bremen und auch Stuttgart die Erwartungen nicht erfüllen konnten. Beide hätte man eigentlich in der oberen Tabellenregion erwartet. Sonst macht die Tabelle schon die Aussage, die man annehmen konnte. Die Vereine unter den ersten Neun wollen alle in den internationalen Wettbewerb, den Teams in der unteren Hälfte war sicher schon zu Saisonbeginn klar, dass es schwer wird, die Klasse zu halten. Positiv überrascht hat auch Hertha, die man nicht so weit vorne erwartet hatte. Die Berliner haben sich unbemerkt nach oben geschlichen.

Gerald Asamoah (Schalke 04)

An der der Tabellenspitze stehen Mannschaften, die dort so nicht erwartet wurden. Es hat wohl keiner damit gerechnet, dass Hoffenheim so viel Schwung in die Bundesliga bringt und sich so lange da oben hält. Und Leverkusen hat sich sehr gut verstärkt und spielt auch einen sehr attraktiven Fußball. Dazu kommt, dass jeder jeden schlagen kann. Das macht die Bundesliga so spannend.

Bernd Schneider (Bayer Leverkusen)

Mit den drei Aufsteigern ist die Bundesliga wieder sehr interessant. Diese Saison ist sehr spannend, unten wie oben. Man sieht die Tendenz, dass einige Mannschaft sehr offensiv spielen. Andere versuchen defensiv gut zu stehen und über Konter zum Erfolg zu kommen. Ich freue mich auf die restlichen Spiele der Hinrunde und hoffe, dass ich im nächsten Jahr wieder selbst mitmischen kann.

Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart)

Die Liga ist ausgeglichen. Man gewinnt kein Spiel mal eben so im Vorbeigehen. Das hat man auch schon vor Jahren gesagt, aber trotzdem ist es da vorgekommen, dass man noch Spiele mit weniger Aufwand gewinnen konnte. An den ersten zwölf Spieltagen dieser Saison habe ich es nicht erlebt, dass wir mit wenig Aufwand ein Spiel gewinnen können, sondern wir mussten immer Top-Leistungen abrufen. Die beste Erkenntnis ist, dass sich viele Mannschaften fürs internationale Geschäft qualifizieren wollen.

Clemens Fritz (Werder Bremen)

Wir haben attraktiven Fußball gesehen und es sind außergewöhnlich viele Tore gefallen. Die Mannschaften sind in der Tabelle noch eng beisammen, weshalb an jedem Wochenende Spannung geboten ist.